Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände hat die gestrige Entscheidung des Europäischen Parlaments (EP) zum sogenannten Omnibus-Paket begrüßt. VhU-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert sagte: „Das heutige Paket ist ein Schritt in die richtige Richtung, darf aber nicht der letzte bleiben. Die aktuellen Regelungen der europäischen Nachhaltigkeitsberichtserstattung sind geprägt durch eine überbordende Komplexität. Die hessische Wirtschaft braucht eine grundlegende Kehrtwende bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung – deshalb reicht der heutige Umsetzungsstopp noch nicht aus.“
Nach dem Beschluss des Europäischen Parlaments sollen die CSRD-Berichterstattung für alle noch nicht berichtspflichtigen Unternehmen um zwei Jahre und das europäische Lieferkettengesetz (CSDDD) um ein Jahr verschoben werden. Inhaltliche Änderungen der Richtlinien sollen erst in einem zweiten Schritt auf den Weg gebracht werden. Dirk Pollert verwies darauf, dass Bürokratielasten erhebliche Kapazitäten binden, was insbesondere bei mittelständischen Unternehmen nicht leistbar sei. Dadurch fehlten letztlich Ressourcen für Innovation und Forschung.
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