Zwischen Technik und Recht: VDI 3405 Blatt 5.1 klärt rechtliche Aspekte für additive Fertigung
(Düsseldorf) - Additive Fertigungsverfahren eröffnen beeindruckende technische Möglichkeiten, bringen aber auch zahlreiche rechtliche Fragestellungen mit sich. Die Richtlinie VDI 3405 Blatt 5.1 nimmt diese Thematik entlang der gesamten Fertigungsprozesskette unter die Lupe und beschreibt detailliert, welche rechtlichen Aspekte in den jeweiligen Schritten zu beachten sind.
Die Richtlinie richtet sich an alle Akteure der additiven Fertigung – von Anbietern additiver Fertigungsanlagen über Konstrukteure und Fertigungsdienstleister bis hin zu Juristen, die sich mit den spezifischen Herausforderungen einer digitalisierten Fertigungskette auseinandersetzen. Sie umfasst grundlegende Informationen zum Ablauf von Prozessketten, das Qualitätsmanagement, sowie vertragliche und haftungsrechtliche Besonderheiten.
Zur Grundlage der Richtlinie gehört auch eine erläuternde Darstellung der Prozesskette sowie der zugehörigen Datenformate und -typen. Diese Basisinformationen und das detaillierte Fachwissen fördern die Zusammenarbeit von Juristen und Technikern gleichermaßen: Juristen erhalten das nötige technische Verständnis, um die rechtliche Relevanz einzelner Fertigungsschritte zu bewerten, während Techniker, Planen, Konstrukteure und Dienstleister in die Lage versetzt werden, die rechtliche Tragweite ihrer Projekte zu überblicken und rechtskonforme Verträge zu gestalten. Insgesamt ist die Richtlinie essenziell, um den Herausforderungen der additiven Fertigung gerecht zu werden.
Die Richtlinie VDI 3405 Blatt 5.1 „Additive Fertigungsverfahren – Rechtliche Aspekte der Prozesskette“ wurde im März 2025 von der VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL) herausgegeben und ist für 153,50€ bei DIN Media erhältlich.
Quelle und Kontaktadresse:
, Christina Matzen