Zukunft der Regenwasserbewirtschaftung
(Hennef) - In den vergangenen Jahren gab es bedeutende und intensiv diskutierte Entwicklungsschritte im Regelwerk der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA). Besonders hervorzuheben ist die Arbeits- und Merkblattreihe DWA-A/M 102 "Grundsätze zur Bewirtschaftung und Behandlung von Regenwetterabflüssen zur Einleitung in Oberflächengewässer", die neue Regeln für den Umgang mit Regenwasser im Siedlungsraum festlegt. Es gibt nun anlagenbezogene Planungshilfen zur Versickerung, zur dezentralen Behandlung von Regenwasser und zu Sonderanwendungen des Retentionsbodenfilterverfahrens.
Eine Vielzahl dieser Lösungen ist inzwischen in der Praxis umgesetzt. Zur Bewältigung der wasserwirtschaftlichen Herausforderungen besteht aber nach wie vor Diskussionsbedarf. Die RegenwasserTage der DWA am 24./25. Juni 2025 in Hamburg haben sich daher eine Standortbestimmung als Ziel gesetzt.
Vier Vortragsblöcke befassen sich mit diesen Fragestellungen:
Was haben wir aus den Schulungen zu den Arbeits- und Merkblättern DWA-A/M 102 und DWA-A 138-1 "Planung und Bau von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser" gelernt? Welche Umsetzungserfahrungen liegen vor, wo sollten wir nachsteuern?
Wo stehen wir bei der Umsetzung dezentraler Lösungsansätze, die sich am Merkblatt DWA-M 179 "Dezentrale Behandlung von Niederschlagswasser" orientieren? Welche Wirksamkeit können wir verschiedenen Behandlungsverfahren attestieren?
Welche über rein wasserwirtschaftliche Aspekte hinausgehende Aufgaben sind bei der wasserbewussten Stadtentwicklung zu bewältigen? Haben wir übertragbare Lösungsansätze für die Gesamtaufgabe oder für einzelne Elemente?
Welche Auswirkungen hat die Transformation unserer Entwässerungssysteme für den Betrieb? Wie können wir gewährleisten, dass das erreichte Niveau der Umweltvorsorge erhalten bleibt?
Mit Bezug aufs Regelwerk und anhand vieler Beispiele aus der Praxis soll über die genannten und weitere Themen diskutiert werden.
Die RegenwasserTage richten sich an Fachleute aus Hochschulen, Ingenieurbüros, Verbänden, Behörden und Kommunen. Eine angegliederte Fachausstellung informiert über Neuerungen aus der Branche.
Die Tagung findet in der HafenCity Universität, Henning-Voscherau-Platz 1, 20457 Hamburg, statt. Die Teilnahme kostet 910 Euro, DWA-Mitglieder zahlen 750 Euro.
Kontakt: Himani Karjala, Telefon: 02242 872-244, E-Mail: karjala@dwa.de
Quelle und Kontaktadresse:
DWA - Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V., Alexandra Bartschat, Fachpresse, Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef, Telefon: 02242 8720