Pressemitteilung | Berufsverband der Niedergelassenen Gastroenterologen Deutschlands e.V. (bng)

Trotz Corona - Darmkrebszahlen sinken weiter

(Ulm) - „Der Kampf gegen den Darmkrebs ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte“, erklärt Dr. Petra Jessen, die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, anlässlich des Darmkrebsmonats März 2025. „Seit fast 20 Jahren sinkt die Anzahl der Neuerkrankungen und immer weniger Menschen sterben daran. Auch Corona hat an dieser erfreulichen Entwicklung nichts geändert.“

Der Darmkrebs-Experte Dr. Dietrich Hüppe, der sich seit Jahren auch im Vorstand der Stiftung Lebensblicke für die Darmkrebsvorsorge engagiert, hat die aktuellen Daten aus der kassenärztlichen Versorgung und der epidemiologischen Überwachung des Robert Koch-Instituts analysiert. Eine wichtige Botschaft seiner Untersuchungen: Die Inanspruchnahme der Darmkrebsvorsorge hat auch in den Corona-Jahren von 2020 bis 2023 weiter kontinuierlich zugenommen.

Die Gründe für den positiven Trend, dass die Anzahl der Darmuntersuchungen trotz der Einschränkungen durch die Epidemie noch gestiegen ist, sieht Dr. Hüppe in der Einführung des Einladungsverfahrens und der Absenkung des Eingangsalters für Männer ab 50 Jahren seit 2019. Der Erfolg der 2002 eingeführten Vorsorge-Darmspiegelung zeigt sich unter anderem darin, dass die neu diagnostizierten Fälle seit 2005 bei Frauen und seit 2008 bei Männern kontinuierlich abgenommen haben.

„Die Vorsorge-Darmspiegelung kann Darmkrebserkrankungen vor allem deshalb so wirksam und effektiv zurückdrängen, weil im Zuge der Untersuchung gleich Polypen, aus denen der Tumor entstehen kann, entfernt werden“, erklärt Dr. Jessen. „Wir verfügen damit über ein Verfahren, mit dem Krebs tatsächlich in sehr vielen Fällen verhindert werden kann – eine Chance, die sich niemand entgehen lassen sollte!“

Quelle und Kontaktadresse:
Berufsverband der Niedergelassenen Gastroenterologen Deutschlands e.V. (bng), Holdergärten 13, 89081 Ulm, Telefon: 09421 88500

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