Stabwechsel im Beobachterkreis Automobilwerbung / Erfolgreiche Arbeit gewürdigt / Gottschalk: Freiwillige Selbstkontrolle für mehr Verkehrssicherheit
(Frankfurt am Main) - Für seine 16-jährige kontinuierliche und erfolgreiche Tätigkeit ist der unabhängige und von vier international renommierten Experten besetzte Beobachterkreis Automobilwerbung vom Präsidenten des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Prof. Dr. Bernd Gottschalk, und vom Präsidenten des Verbandes der Importeure von Kraftfahrzeugen (VDIK), Senator Volker Lange, in Berlin ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer Feierstunde wurden die vier Mitglieder, die dem Gremium seit seiner Gründung 1988 angehören der langjährige FAZ-Ressortchef Technik und Motor, Dr. Gerold Lingnau, der Medienexperte und Leiter des Sinus-Instituts, Horst Nowak, sowie Prof. Dr. Ingo Pfafferott (Bundesanstalt für Straßenwesen, BASt) und Siegfried Werber, langjähriger Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) verabschiedet und ihre Nachfolger vorgestellt. Der offizielle Stabwechsel erfolgt zum 1. Januar 2005.
Der Beobachterkreis sichtet als freiwillige Selbstkontrolle Anzeigen und TV-Spots der Automobil-, Reifen- und Kraftstoffhersteller im Hinblick auf Aussagen, die möglicherweise zu risikoreichem Fahren verleiten könnten, und arbeitet im Dialog mit den Marketingabteilungen der Unternehmen darauf hin, solche Werbebotschaften zu entschärfen. Diese wissenschaftlich fundierten Untersuchungen sind sehr umfangreich. Allein in den letzten fünf Jahren sind rund 10.000 Print-Anzeigen und Fernsehspots durch das Sinus-Institut inhaltlich überprüft worden. Davon wurden 679 dem Beobachterkreis vorgelegt und eingehend untersucht, in 176 kritischen Fällen kam es zu einer Intervention. Der Beobachterkreis löst dabei die schwierigen Fälle nicht, indem er sich an die Öffentlichkeit wendet, sondern im direkten Dialog mit den Unternehmen. Beanstandete Anzeigen werden daraufhin einfach nicht mehr geschaltet. In den Akten des Beobachterkreises ist der gesamte Schriftverkehr inklusive aller Interventionen minutiös dokumentiert, einen guten Überblick über die Entwicklungen geben die Jahresberichte, die den Unternehmen zur Kenntnis gegeben werden.
Der Beobachterkreis Automobilwerbung ein fachkundiges Gremium unabhängiger Experten aus Medien, Marktforschung, Sicherheitsarbeit und Sicherheitsforschung hat mit seiner kritischen Haltung in der schwierigen Frage der Werbewirkung auf Leser und Fernsehzuschauer nicht nur hohen Respekt bei den Unternehmen erworben, sondern auch ganz maßgeblich die EU-Leitlinien zur sicherheitskonformen Automobilwerbung mit beeinflusst, betonte VDA-Präsident Prof. Gottschalk. Dieser Kreis hat mit seiner Arbeit nachhaltig und aktiv zur Verkehrssicherheit beigetragen. Seit 1970 ist die Zahl der Unfalltoten um zwei Drittel zurückgegangen. Prof. Gottschalk: Der Beobachterkreis hat mit seiner warnenden Stimme hierzu einen nicht unerheblichen Beitrag geleistet. VDIK-Präsident Senator Volker Lange verwies auf die wichtige und sinnvolle Aufgabe des Beobachterkreises und den engen Schulterschluss, den die beiden Verbände VDA und VDIK in Fragen der Verkehrssicherheit üben. VDA und VDIK unterstützen die unabhängige Arbeit des Beobachterkreises, ohne Einfluss zu nehmen.
Ein Zeichen für die Professionalität des Beobachterkreises, so Prof. Gottschalk und Volker Lang übereinstimmend, sei die Tatsache, dass der Generationenwechsel reibungslos und für alle vier Mitglieder gleichzeitig zum 1. Januar 2005 erfolgt. Diese Kontinuität ist in unserer schnellebigen Zeit schon sehr bemerkenswert, unterstrich der VDA-Präsident. Sowohl die BASt als auch der DVR sind weiterhin vertreten. Als neue Mitglieder und damit als Nachfolger konnten gewonnen werden: Ute Hammer, Geschäftsführerin des DVR, Rolf Heggen, renommierter Motorjournalist, Dr. Detlef Lipphard, Referatsleiter bei der BASt, sowie Prof. Dr. Christa Wehner, Medienspezialistin an der Hochschule für Gestaltung, Technik und Wirtschaft Pforzheim.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Westendstr. 61, 60325 Frankfurt
Telefon: 069/975070, Telefax: 069/97507261
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