Richtiger Ansatz – weitere Maßnahmen müssen folgen
(Berlin) - Am Mittwoch wurde das Papier aus den Koalitionsverhandlungen der Arbeitsgruppe Gesundheit und Pflege bekannt. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) begrüßt, dass die professionelle Pflege gestärkt werden soll, richtet aber auch weitergehende Forderungen an die zukünftige Bundesregierung.
„Aus dem Papier geht hervor, dass den Verhandler:innen die Wichtigkeit professioneller Pflege in unserem Gesundheitssystem bewusst ist“, konstatiert DBfK-Präsidentin Vera Lux. „Dass die berufliche Eigenständigkeit und die Selbstverwaltung gefördert und die drei ausstehenden Gesetze zur Pflegekompetenz, Pflegefachassistenz und Advanced Practice Nursing schnell auf den Weg gebracht werden sollen, macht dies deutlich.“
Zur Stärkung der Berufsgruppe und zur Sicherung guter Pflege, ist dem DBfK zufolge aber noch mehr nötig. Der Verband fordert daher die Einrichtung einer sogenannten Chief Government Nurse – einer:eines Staatsminister:in für Pflege im Kanzleramt.
Außerdem müssten die akademischen Strukturen auf- und ausgebaut werden. „Der Wissenschaftsrat empfiehlt für die Pflege anhaltend eine Akademisierungsquote von mindestens 20 Prozent. Zudem brauchen wir mehr Wissenschaft und Forschung im Pflegebereich, um den Herausforderungen des demogarfischen Wandels zu begegnen. Auch das sieht der Wissenschaftsrat als notwendig an“, so Lux. „Dafür müssen die hochschulischen Strukturen geschaffen werden.“
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V. (DBfK), Alt-Moabit 91, 10559 Berlin, Telefon: 030 219157-0