Null Umweltnutzen bei Ökostrom-Mogelpackungen / Nicht alle Ökostromprodukte bewirken einen zusätzlichen Umweltnutzen / Grüner Strom Label garantiert Zusatznutzen durch Förderung neuer regenerativer Anlagen
(Bonn) - In einer kürzlich veröffentlichten Studie warnt Greenpeace vor Schein-Ökostrom, der sich bei genauerem Hinsehen als völlig wirkungslos für die Umwelt entpuppt. Ökostromprodukte, die lediglich auf dem Handel mit Herkunftsnachweisen wie RECS-Zertifikaten basieren oder einfach nur auf Wasserkraft aus alten Großkraftwerken zurückgreifen, tragen diesen Namen laut dem Verfasser der Studie zu Unrecht.
Der Grüner Strom Label e.V. (GSL) begrüßt diese Aussagen ausdrücklich. Bei derartigen Ökostrom-Mogelpackungen wird den Verbrauchern suggeriert, dass sie einen aktiven Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz leisten. Tatsächlich ist der Umweltnutzen jedoch gleich Null, weil durch den Bezug des Ökostroms keine neuen Anlagen realisiert werden. Nützlich sind diese Scheinangebote lediglich fürs Image, ohne sich ernsthaft für den Schutz der Natur und den Umbau des Energiesystems engagieren zu müssen.
Ein nachweislicher Effekt für die Umwelt wird nur dann erzielt, wenn durch den Wechsel zu Ökostrom umweltfreundliche Kraftwerke entstehen, die sonst nicht gebaut werden würden. Genau diesen Effekt erzielt das GSL-Ökostrommodell, denn die Förderung von regenerativen Neuanlagen wurde von Beginn an als zentrales Kriterium der Zertifizierung verankert.
Die Stromanbieter werden dazu verpflichtet, im Regelfall mindestens 1 Cent je verkaufter kWh Ökostrom in neue regenerative Stromerzeugungsanlagen zu investieren. Bei der Planung dieser Anlagen, die allein mit gesetzlicher Förderung nicht wirtschaftlich wären, müssen strenge ökologische Kriterien beachtet werden. Somit sorgen die Endkunden mit einem geringen Förderbeitrag für einen hohen Umweltnutzen.
Quelle und Kontaktadresse:
Grüner Strom Label e.V. (GLS)
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