Insolvenzantrag für Kurorte in Niedersachsen
(Bad Zwischenahn) - Die Not ist nicht unbekannt. Um im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen zu können, plädierten die Heilbäder und Kurorte in Niedersachsen bereits im letzten Jahr für mehr finanzielle Unterstützung vom Land. Insgesamt 43 Millionen Euro wurden berechnet, um die einmalige Infrastruktur erhalten und ausbauen zu können.
Zugesagt waren zum Ende des Jahres 2023 zwei Millionen Euro. Ein erster wichtiger Schritt für die Gesundung und Gesunderhaltung von mehreren Millionen Menschen. Laut Oliver Ebken, Mitglied des Niedersächsischen Landtages und Vorsitzender des Unterausschusses Tourismus, sollte diese Summe in den kommenden Jahren verstetigt sowie, sofern haushaltsseitig möglich, erhöht werden. Mit vereinten Kräften wollte man dafür sorgen, dass der Gesundheitstourismus in Niedersachsen weiter vorangebracht wird.
Doch nun die Ernüchterung. "Wir müssen aktuell davon ausgehen, dass die Förderung des Landes im Jahr 2025 bei '0' liegen könnte. Dies wäre der Insolvenzantrag der Landesregierung für unsere Heilbäder und Kurorte in Niedersachsen", sagt Dr. Norbert Hemken, 1. Vorsitzender des Heilbäderverbandes Niedersachsen. "Marktanteile im Wettbewerb werden wir so nicht halten und schon gar nicht gewinnen können."
Der Heilbäderverband plädiert daher eindringlich an das Land Niedersachsen, in den Tourismus und insbesondere in die Heilbäder und Kurorte zu investieren, wie im Koalitionsvertrag beschrieben. Die bereitgestellten Ressourcen müssten für das Jahr 2025 mindestens dem Jahr 2024 entsprechen und stetig nach oben angepasst werden.
Aktuell entfallen mehr als die Hälfte der touristischen Übernachtungen und rund 101.000 Vollzeitarbeitsplätze in Niedersachsen auf die Heilbäder und Kurorte.
Quelle und Kontaktadresse:
Heilbäderverband Niedersachsen e.V.
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