hobit 2008: Die Brücke in Studium und Beruf / VhU zieht positive Bilanz am neuen Standort darmstadtium / 3000 Oberstufenschüler nutzten Forum der Wirtschaft im Kongresssaal / Besonders nachgefragt: Duale Studiengänge, Internationales Arbeiten und Tipps zum erfolgreichen Berufseinstieg
(Darmstadt) - Zum sechsten Mal beteiligten sich 13 südhessische Unternehmen an Hessens größter Hochschul- und Berufsinformationsmesse (hobit) in Darmstadt unter Federführung der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU). Mit dem neuen Wissenschafts- und Kongresszentrum darmstadtium ist die Bedeutung der Technologieregion Südhessen als Innovationsschmiede und Wissenschaftszentrum unterstrichen worden. Wir begrüßen es deshalb sehr, dass angehende Abiturienten in unmittelbarer Nähe zu den Darmstädter Hochschulen und der Universität aktuelle Informationen über internationale Studiengänge mit Bachelor- und Masterabschluss erhalten können. Die Wirtschaft als Kooperationspartner der Veranstalter TU Darmstadt, Hochschule Darmstadt, Ev. Fachhochschule Darmstadt, Stadt Darmstadt und Agentur für Arbeit, hat mit den im Kongresssaal vertretenen Firmen und Berufsexperten ergänzend über das Duale Studium, Kooperative Studiengänge und Berufsperspektiven praxisnahe Einblicke gegeben, sagt Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen der VhU.
Über 3000 Oberstufenschüler/innen aus Schulen des Rhein-Main Gebiets nutzten die Angebote im Kongresssaal, dem Forum der Wirtschaft, wo der Praxisbezug mit den Fachbereichen Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsinformatik und am KfZ der Adam Opel GmbH, einem Astra OPC und dem Rennwagen Beta 2007 des Fachbereichs Maschinenbau, eindrucksvoll und realitätsbezogen präsentiert wurde. Der Kongresssaal sollte in den nächsten Jahren mehr denn je als Plattform technologischer Entwicklungen und Begegnungen ausgebaut werden, denn die Wirtschaft braucht dringend junge motivierte Führungs- und Fachkräfte mit naturwissenschaftlich-technischem Profil. Dies schließt ganz besonders auch junge Frauen ein, die immer noch einen zu geringen Anteil an den Studierenden der naturwissenschaftlichen Studiengänge repräsentieren, wünscht sich Reinhold Stämmler, Bereichsleiter für Bildungs- und Gesellschaftspolitik in der VhU.
Mit den Vortragsveranstaltungen Life international Studieren, arbeiten und leben im Ausland wurde ein besonders nachgefragtes Angebot am Beispiel der Berufstätigkeit von südhessischen Firmenvertretern in Frankreich, Chile und China dargestellt. Man erfuhr nicht nur, wie Unternehmen finanziell und organisatorisch unterstützen, sondern auch, dass neben fachlichen Fähigkeiten, Toleranz und Höflichkeit Interaktionskompetenz und kreative Flexibilität gefordert sind.
Wie eine Schülerbefragung bei über 400 Besuchern im Forum der Wirtschaft ergab, wünschten sich die jungen Leute neben Informationen über Vorstellungsgespräche, Assessment-Center oder Berufsperspektiven ganz speziell auch Tipps zur Online-Bewerbung und zur persönlichen Stärken- und Schwächenanlayse. Hier hat das Forum mit Fachleuten aus dem Personal- und Rekrutierungsbereich individuell helfen können.
Großen Zuspruch fand der Vortrag von Prof. Dr. Dirk Saller von der Berufsakademie Baden-Württemberg Duale Studienanforderungen und Perspektiven. Zu den besonderen Elementen des Studiums gehört die frühe Verzahnung mit dem beruflichen Tätigkeitsfeld, kleine Kursgruppen und exzellente Arbeitsperspektiven. Zur Zeit können wir 91% unserer Absolventen eine Festanstellung bei Unternehmen anbieten, sagt Saller. Er hält es für unerlässlich, dass jeder Abiturient sich im Vorfeld über die unterschiedlichen Studienangebote von Universität, Hochschule, Fachhochschule oder Berufsakademie Gedanken machen sollte. Dies reduziere auch Abbrecherquoten.
Erfahrene Praktikerinnen aus den Ingenieurberufen vermittelten den jungen Oberstufenschülerinnen, dass es sich lohnt, in einer bisher von Männern dominierten Arbeitsumgebung einzusteigen. Schülerinnen sollten Mut haben, auch als einzige Frau im Ingenieurteam mitzuwirken, denn das Umfeld reagiert positiv und die Einstiegsmöglichkeiten sind ausgezeichnet, meint Sandra Drechsler, Schenck Process GmbH Darmstadt. Auch Dr. Christine Persch, Merck KGaA, empfiehlt den Schülerinnen: Wenn Technik Spaß macht, dann sollte man keine Hemmungen haben, diesen Weg zu gehen und rechtzeitig die entsprechenden Weichen in Schule und Familie zu stellen.
Ungeachtet der großen organisatorischen Herausforderungen am neuen Standort, wird sich die hobit als Knotenpunkt von Bildung und Beruf weiter positionieren. Sie stellt für Unternehmen einen echten Mehrwert dar, wenn es um die Gewinnung junger Talente geht. Nutzen wir den Standortfaktor Bildung und das in den letzten Jahren aufgebaute Netzwerk zwischen Schule, Hochschule und Unternehmen zur Weiterentwicklung des Wissenschafts- und Technologiestandortes Südhessens und damit zur Stärkung und Schaffung neuer Arbeitsplätze in Industrie und Forschung, sagt Drechsler.
Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU)
Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse und Kommunikation
Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126
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