Pressemitteilung | Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK)

Flexibilisierung der CO2-Flottengrenzwerte – Jetzt verlässliche Rahmenbedingungen schaffen

(Bad Homburg) - Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) begrüßt den Vorschlag der Europäischen Kommission, die Frist zum Erreichen der CO2-Flottengrenzwerte zu verlängern. Damit wird eine zusätzliche finanzielle Belastung der Pkw-Hersteller vermieden, ohne die Gesamtziele für 2025 zu schmälern oder die Regulierung für 2035 in Frage zu stellen. Die Fristverlängerung um zwei Jahre bedeutet aber keinen Aufschub in den Bemühungen um den Hochlauf der Elektromobilität, da sich die Grenzwerte weiterhin jährlich verschärfen. Denn der Absatz von Elektroautos bleibt derzeit weiter hinter früheren Prognosen zurück. Was wir jetzt von der Politik brauchen, sind langfristige und stabile Rahmenbedingungen für eine höhere Kundennachfrage, damit die Ziele erreicht werden können.

„Die Internationalen Kraftfahrzeughersteller stehen zur bezahlbaren und klimaneutralen Mobilität bis 2045 sowie zu emissionsfreien Neufahrzeugen ab 2035. Dafür setzen die Hersteller seit Monaten substanzielle Maßnahmen zur Verkaufsförderung um, gleichzeitig drohen Strafzahlungen. Aus der Kundennachfrage lässt sich der Hochlauf der Elektromobilität aktuell nicht ableiten, denn Kunden sind zögerlich wegen angekündigter Kaufprämien, der wirtschaftlichen Lage und politischer Unsicherheiten. Letztlich entscheidet das Vertrauen der Verbraucher in die Antriebstechnik, die wirtschaftliche Leistbarkeit und die Ladeinfrastruktur darüber, ob sie so schnell wie möglich auf klimaneutrale Antriebe umsteigen können und wollen“, so VDIK-Präsidentin Imelda Labbé.

Es wird also vor allem von den Rahmenbedingungen abhängen, wie viele batterieelektrische Fahrzeuge neu zugelassen werden. Der VDIK fordert dafür einen zuverlässigen Transformationsplan, der auch eine benutzerfreundliche, massenmarkttaugliche Ladeinfrastruktur auch in urbanen Räumen umfasst. Dazu müssen Genehmigungshürden abgebaut beziehungsweise vereinfacht und kostensteigernde Regulierungen abgeschafft werden.

Vor allem darf sich individuelle Mobilität nicht weiter verteuern. Neben einem wettbewerbsfähigen Ladestrompreis braucht es auch planbare und restwertbeständige Anreize für alle Kundengruppen. Eine optimistische öffentliche Grundhaltung aller Meinungsbildner, insbesondere der Politik, zur Elektromobilität ist von zentraler Bedeutung für die Vertrauensbildung bei den Kunden. Entscheidend wird nun auch sein, die entsprechenden Reviews sowohl für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge als auch für schwere Nutzfahrzeuge vorzuziehen, um auf dieser Grundlage die notwendigen Rahmenbedingungen anzupassen. Nur so können in Zukunft die europäischen und nationalen Klimaziele bei gleichzeitiger Technologieoffenheit erreicht werden.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK), Stefan Meyer, Leiter(in) Kommunikation, Presse und Medien, Kirdorfer Str. 21, 61350 Bad Homburg, Telefon: 06172 98750

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