Deutscher Tierschutzbund hält an Ukraine-Hilfen fest
(Bonn) - Drei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hat der Deutsche Tierschutzbund seine Unterstützung weiter intensiviert. Über 100.000 Euro stellte der Verband zur Verfügung, um vom Krieg betroffenen Tieren zu helfen.
„Wir sind sehr froh, die wichtige Arbeit von Tierschützern mit Hilfe unserer tierlieben Spender unterstützen zu können”, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Vor allem der Einsatz der Tierschützer in der Ukraine ist bewundernswert. Diese Menschen riskieren Leib und Leben, um Tieren im Kriegsgebiet zu helfen. Wir mussten gerade selbst erleben, dass die russische Armee offenbar nicht davor zurückschreckt, auch ein eindeutig markiertes Hilfsfahrzeug einer NGO anzugreifen – dies wird zurecht als Kriegsverbrechen untersucht.“
Evakuierungstransporter von russischen Drohnen getroffen
Vor wenigen Tagen erst wurde ein Evakuierungstransporter der ukrainischen Tierschutzorganisation UAnimals auf seinem ersten Einsatz in der Region Donezk, in der Nähe von Pokrowsk, von russischen Drohnen mehrfach beschossen – obwohl er deutlich mit dem ukrainischen Hinweis „Tierevakuierung“ markiert war. „Unser Team saß noch im Wagen, als sie die Drohne sahen. Alle verließen fluchtartig das Auto und legten sich flach auf den Boden”, berichtet Olga Chevganiuk von UAnimals. „Dann traf die russische Drohne die Vorderseite des Wagens und beschädigte ihn stark, ebenso wie ein zweites Fahrzeug.” Verletzt wurde niemand. Den Tierrettern gelang es anschließend, alle Tiere in Sicherheit zu bringen. Der Deutsche Tierschutzbund hatte den Evakuierungstransporter mit 50.000 Euro kurz zuvor vollfinanziert, damit das Team von UAnimals Tiere von der Front evakuieren und zu Partner-Tierheimen in sicheren Regionen verbringen kann. Mit weiteren 10.000 Euro finanzierte der Deutsche Tierschutzbund den Einsatz eines „Vet-Mobils“, mit dessen Hilfe Tierärzte von UAnimals bei zwei ersten Einsätzen in der Frontregion bereits 173 Katzen und 71 Hunde kastrieren und über 200 Tiere medizinisch behandeln und impfen konnten.
Zuschüsse für Vereine in Ukraine und Deutschland
Den ukrainischen Verein Happy Paw unterstützte der Deutsche Tierschutzbund im vergangenen Jahr mit insgesamt 20.000 Euro für tiermedizinische Behandlungen. Über 50 Tierschutzvereinen und Tierheimen, primär in der Ostukraine, griff der Verband mit der Finanzierung von Medikamenten unter die Arme. Auch Vereine mit Sitz in Deutschland, die sich für Tiere in der Ukraine stark machen, konnten auf die Unterstützung des Deutschen Tierschutzbundes setzen. So konnte etwa der Verein Osteuropahilfe mit einem Zuschuss von 10.000 Euro ein neues Fahrzeug für das ukrainische Tierheim Brody anschaffen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Tierschutzbund e.V., In der Raste 10, 53129 Bonn, Telefon: 0228 604960