Pressemitteilung | Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)

Deutsche Kunststoff- und Gummimaschinentechnik weltweit führend / Exportquote stieg 2003 auf 75 Prozent / Prognose 2004: Wachstum um plus sechs Prozent

(Frankfurt am Main) – Aufgrund des Auftragseingangs im deutschen Kunststoff- und Gummimaschinenbau in den ersten fünf Monaten dieses Jahres rechnet die Branche für 2004 mit einem Plus im Bereich des Kernmaschinenbaus von acht bis zehn Prozent. „Produktionswert und Exportlieferungen könnten auf dieser Basis jeweils um sechs Prozent wachsen“, sagte Prof. Helmar Franz, Vorsitzender des Fachverbandes Kunststoff- und Gummimaschinen des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am 08. Juli in Frankfurt.

Der Auftragseingang im deutschen Kunststoff- und Gummimaschinenbau ist 2003 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 13 Prozent gestiegen. Das Inlandsgeschäft wuchs um drei Prozent und die Auslandsnachfrage um 17 Prozent. „Im internationalen Wettbewerb hat die Branche ihre führende Stellung weiter ausgebaut“, bilanzierte Franz das gute Ergebnis. Die Produktion stieg 2003 um 4,3 Prozent und erreichte für das Kernmaschinengeschäft einen Wert von 4,4 Milliarden Euro. Das Exportvolumen lag bei 3,3 Milliarden Euro. Die Exportquote stieg um einen Prozentpunkt auf 74,7 Prozent. Die Lieferungen ausländischer Maschinenhersteller an Kunden in Deutschland wuchsen 2003 um 13,4 Prozent auf ein Importvolumen von 592 Millionen Euro.

In der Weltproduktion und im Weltexport die Nummer 1
Der deutsche Kunststoff- und Gummimaschinenbau konnte auf der Basis des vom Statistischen Bundesamtes ausgewiesenen Produktionswertes seinen Anteil an der Weltproduktion auf 24,7 Prozent (2002: 23,6 Prozent) ausbauen, gefolgt von Italien mit 14 Prozent, Japan mit 10,3 Prozent und den USA mit 9,7 Prozent. Da die Exportquote auch 2003 noch einmal zugenommen hatte, stieg der Weltexportanteil deutscher Kunststoff- und Gummitechnik auf 25,3 Prozent (2002: 25,1 Prozent), gefolgt von Japan mit 15,5 Prozent, Italien mit 11 Prozent und den USA mit 7,2 Prozent. „Mit einem Viertel aller Exporte ist Deutschland mit deutlichem Abstand weltgrößter Exporteur der Branche“, betonte Franz.

Lichtblick Asien - Exporte stiegen auf 914 Millionen Euro
Die Lieferungen deutscher Kunststoff- und Gummimaschinen nach Asien nahmen im vergangenen Jahr erneut zu und erreichten mit einem Plus von 9,3 Prozent ein Volumen von 914 Millionen Euro. Damit kletterte der Anteil Asiens am deutschen Gesamtexport auf 28,1 Prozent und übertraf damit die bisherige Spitzenquote von 27,6 Prozent auf dem Jahr 1996. „Asien ist für die Kunststoff- und Gummitechnik-Branche ein Lichtblick“, sagte Franz.
Größter Einzelmarkt in Fernost ist die Volksrepublik China mit 438 Millionen Euro (plus 29,2Prozent), die damit erstmals den langjährigen Spitzenreiter USA überholten. Die deutschen Exporte in die USA sanken auf 383 Millionen Euro (2002: 402 Millionen Euro).

Exporte nach Osteuropa stiegen um ein Drittel auf 480 Millionen Euro
Die deutschen Exporte in die Länder Mittel- und Osteuropas stiegen in 2003 um fast ein Drittel (32,7 Prozent) auf 480 Millionen Euro. Tschechien mit einem Plus von 32,4 Prozent, Polen wuchs um 36,9 Prozent und Ungarn um 94,2 Prozent. Der Lieferzuwachs nach Russland fiel dagegen mit 12,5 Prozent eher bescheiden aus. „Der Anteil dieser Region an den Gesamtausfuhren stieg damit um drei Prozentpunkte auf insgesamt 14,8 Prozent und liegt damit erstmals vor Nordamerika mit 12,7 Prozent“, sagte der VDMA-Vorsitzende.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt Telefon: 069/66030, Telefax: 069/66031511

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