Der Paritätische fordert bundesweit einheitliches „Deutschlandticket Sozial“ für 25 Euro
(Stuttgart) - In Baden-Württemberg ist das ermäßigte Deutschlandticket für Menschen mit Sozialleistungsberechtigung nicht flächendeckend verfügbar. Dieses gibt es lediglich in neun Städten bzw. Landkreisen (Heidelberg, Tübingen, Freiburg, Walldorf, Ulm, Mannheim, Konstanz, Baden-Baden, Heilbronn). Die Preise liegen zwischen 18 und 48 Euro. In Heidelberg gibt es das bundesweit zweitgünstigste „Deutschlandticket Sozial“. Es kostet 18 Euro. Das „Deutschlandticket Sozial“ in Heilbronn ist mit 48 Euro das drittteuerste bundesweit. Das ergibt der heute veröffentlichte „Sozialticket-Atlas“ des Paritätischen Gesamtverbands.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg fordert ein bundesweit einheitliches „Deutschlandticket Sozial“ für 25 Euro im Monat und damit auch die flächendeckende Einführung in Baden-Württemberg. Es könne nicht sein, dass der Zugang zu vergünstigten Tickets des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNv) vom Wohnort abhänge. Zudem solle es für alle Sozialleistungsempfangenden gelten, also Beziehende von Bürgergeld, Wohngeld, Kinderzuschlag, Sozialhilfe, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, so der Verband.
„Mobilität ist die Grundlage gesellschaftlicher Teilhabe. Es darf keinen Flickenteppich mit erheblichen Preisunterschieden beim ermäßigten Deutschlandticket im Land geben. Nachhaltige Mobilität kann keine Frage des Einkommens sein und nicht an Stadt-, Kreis- oder Ländergrenzen enden“, betont Sabine Wild, Referentin für Armut beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg. Die Einführung eines flächendeckenden, einheitlichen „Deutschlandtickets Sozial“ mit einem verlässlichen, attraktiven und barrierearmen Angebot, das unbürokratisch erhältlich und auch ohne digitales Abonnement nutzbar ist, sei dringend notwendig. Es gehe darum, nachhaltige Mobilität zu sichern, soziale Gerechtigkeit zu fördern und allen Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. „Wir fordern daher von der Landesregierung, sich für ein bundesweit einheitliches „Deutschlandticket Sozial“ einzusetzen und eine nachhaltige Finanzierung sicherzustellen“, so Wild.
Ranking der Städte beziehungsweise Landkreise mit den aktuell vorhandenen Deutschlandticket-Sozialtarifen in Baden-Württemberg:
Heidelberg 18 Euro, Tübingen 25 Euro, Freiburg i.Br. 28 Euro, Walldorf 29 Euro, Ulm 29 Euro, Mannheim 30,50 Euro, Konstanz 33,50 Euro, Baden-Baden 38 Euro und Heilbronn 48 Euro.
Quelle und Kontaktadresse:
Der Paritätische Wohlfahrtsverband - Landesverband Baden-Württemberg e.V., Hina Marquart, Leiter(in) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Hauptstr. 28, 70563 Stuttgart, Telefon: 0711 2155-0