Der Industrie Podcast des VDMA: "Underdog Europa“ – Flucht nach vorne ohne die USA"
(Frankfurt am Main) - Die USA sind für den industriellen Mittelstand in Europa weit mehr als nur ein großer Absatzmarkt. Umso härter trifft der handelspolitische Kurswechsel unter Donald Trump die Unternehmen. Sie müssen sich, ebenso wie die gesamte EU, auf einen neuen Kurs begeben. Europa muss Einigkeit und Stärke zeigen – in jeglicher Hinsicht.
„Es ist der Moment Europas“ - dieses mutige Fazit zog EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, als sie die ersten 100 Tage ihrer zweiten Amtszeit bilanzierte. Aber Europa als Hort der Stärke und Stabilität ist nicht das Bild, das viele Kritiker im In- und Ausland derzeit vom „alten“ Kontinent entwerfen. Und ausgerechnet der wichtige Partner USA und sein Präsident werfen Europa derzeit einen Fehdehandschuh nach dem anderen hin. Hat Europa noch Chancen, im geopolitischen Streit der Großmächte USA, China und Russland eine entscheidende Rolle zu spielen; vielleicht, weil man einen „Underdog“ gerne unterschätzt? „Europa steht vor der großen Aufgabe, erst einmal eine eigene Sicherheitsarchitektur zu schaffen“, sagt VDMA-Präsident Bertram Kawlath in der neuen Folge Industrie Podcast des VDMA: „Underdog Europa“ – Flucht nach vorn ohne die USA? „Diese neue Sicherheitsarchitektur muss von der Politik getragen werden, aber genauso von Europas Bürgern und seiner Industrie“, betont Kawlath.
Das bedeute auch, dass die EU ihren Binnenmarkt stärker ausbaue, insbesondere mit Blick auf Energie, eine Kapitalmarktunion und neue Freihandelsabkommen. Die europäische Industrie sei stark genug, um im Prinzip alles herstellen zu können, betont der VDMA-Präsident – und dies mit effizienter Produktion. „Die EU muss dazu aber dringend die Fesseln lösen, die man den Unternehmen in den Jahren überbordender Regulierung angebracht hat“, ergänzt er. Dann könne die EU auch stark genug sein, den Angriffen von außen zu widerstehen.
Besonders im Blick sind dabei auch die USA, der wichtigste Einzelmarkt des deutschen und europäischen Maschinenbaus. Wie stark die transatlantischen Handelsverflechtungen sind, zeigt der VDMA in seiner Online-Publikation „Maschinenbau in Zahl und Bild“, in der die USA jetzt als Sonderthema besonders beleuchtet werden. Bertram Kawlath zeigt sich trotz aller Herausforderungen zuversichtlich, „dass USA und Europa am Ende zu der Einsicht kommen, dass wir gemeinsam am stärksten sind.“ Zölle dagegen schadeten immer den Endverbrauchern und vernichteten schlussendlich Wohlstand.
Der Industrie Podcast des VDMA ist auf Spotify, Apple Podcast sowie Podigee verfügbar.
Mehr Informationen und Daten zum Handel mit den USA finden Sie in unserer Online-Publikation „Maschinenbau in Zahl und Bild“.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA), Holger Paul, Leiter(in) Kommunikation, Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt am Main, Telefon: 069 66030