BWE unterstützt Infrastruktur-Offensive für Häfen
(Berlin) - Der Bundesrat hat auf Antrag der fünf Küstenländer den Bund aufgefordert, sich an Investitionen in deutsche Häfen zu beteiligen. Der BWE unterstützt die Forderung, die Häfen zügig für die Herausforderungen der gesamtdeutschen Energiewende zu ertüchtigen.
BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek: “Die deutsche Energiewende ist auf funktionierende und leistungsfähige Häfen angewiesen. Die Häfen sind Drehscheiben für die Errichtung und Wartung der Offshore Windenergieparks. Zudem spielen sie eine wichtige Rolle für den Ausbau der Windenergie an Land. So werden fast alle Rotorblätter, die sich an deutschen Windenergieanlagen drehen, über den Seeweg angeliefert. Deshalb ist es für den Ausbau der Erneuerbaren Energien unerlässlich, dass die Häfen möglichst schnell die zusätzlich erforderlichen Schwerlastflächen erhalten.”
In der Entschließung des Bundesrats wird darauf hingewiesen, dass die Nationale Hafenstrategie aus dem Jahr 2024 noch keine Finanzierungszusagen enthielt. Der BWE hatte bereits im März 2024 gefordert, die Strategie möglichst schnell mit einer Finanzierungsgrundlage zu unterlegen. Der Bedarf ist hoch: Eine Modellierung der Stiftung OFFSHORE WINDENERGIE und des Beratungsunternehmens Deutsche WindGuard kam zu dem Ergebnis, dass bis zum Jahr 2029 in Deutschland 200 Hektar schwerlastfähige Hafenflächen fehlen werden.
“Egal ob für die Windenergie an Land oder auf See: Die Windenergiebranche ist auf funktionierende und leistungsfähige Häfen angewiesen. Dass der Bund sich bislang häufig aus der Finanzierung des Hafenausbaus heraushält, ist nicht länger tragbar. Die Ertüchtigung des Hafens Cuxhaven kann daher nur ein erster Schritt sein. Deutschlands Häfen sind ein wichtiger Baustein für das Gelingen der Energiewende. Den Aufruf der Küstenländer unterstützt der BWE daher ausdrücklich”, so Heidebroek abschließend.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE), Wolfram Axthelm, Geschäftsführer(in) Politik und Kommunikation, EUREF-Campus 16, 10829 Berlin, Telefon: 030 212341210