BEV-Neuzulassungen ziehen an – Weitere Anreize müssen jetzt folgen
(Bad Homburg) - Im März 2025 verzeichneten die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland einen Rückgang um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dieser hatte jedoch einen Arbeitstag weniger, sodass der kalenderbereinigte Rückgang -8,5 Prozent beträgt. Insgesamt wurden im März dieses Jahres damit 253.497 Fahrzeuge neu zugelassen. Dies geht aus der Analyse der Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) durch den Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) hervor. Die Pkw-Neuzulassungen von internationalen Marken machten im März 2025 etwa 44,6 Prozent des Gesamtmarktes aus.
Seit Jahresbeginn wurden insgesamt 4,3 Prozent weniger Fahrzeuge zugelassen als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das waren zusammen 664.571 Pkw, darunter 286.399 Fahrzeuge von internationalen Marken.
„Die negative Entwicklung der Fahrzeugzulassungen mit einem Minus von über 4 % zum ersten Quartal des Vorjahres zeigt, dass eine wirtschaftliche Erholung und damit das Kundenvertrauen in den Erwerb neuer Fahrzeuge noch immer nicht erreicht ist. Dies sollte der Politik in den Koalitionsverhandlungen ein starkes Indiz für die Notwendigkeit nachhaltiger Reformen für den Standort Deutschland sein“, so VDIK Präsidentin Imelda Labbé
42.521 rein batterieelektrische Pkw (BEVs) wurden im März 2025 neu zugelassen, das entspricht einem Anstieg um 35,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Neuzulassungen bei internationalen Marken stiegen voraussichtlich sogar um 46,2 Prozent auf 15.863 Fahrzeuge an. Im März des vergangenen Jahres litt der Markt für Elektro-Pkw jedoch nach wie vor unter der Beendigung der Kaufförderung von Elektrofahrzeugen für Privatkunden im Dezember 2023. Dadurch kam es zu vorgezogenen Elektrofahrzeugkäufen mit der Folge, dass die Zulassungsvolumina im Jahr 2024 deutlich zurückgingen. Der BEV-Marktanteil lag im März 2025 bei 16,8 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen, rund 4,9 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn wurden insgesamt 112.968 BEVs neu zugelassen, das entspricht einem Wachstum von 38,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Davon machten internationale Marken rund 37,4 Prozent aus, ihr Marktanteil stieg damit voraussichtlich um 2,0 Prozentpunkte zum gleichen Vorjahreszeitraum. Der BEV-Marktanteil liegt in Summe der ersten drei Monate 2025 damit bei 17,0 Prozent.
„Auf der einen Seite schafft der Vorschlag der Europäischen Kommission, die Frist zum Erreichen der CO2-Flottengrenzwerte zu verlängern, die dringend erforderliche Flexibilität. Die Neuzulassungen batterieelektrischer Fahrzeuge steigen. Dennoch reicht ein Anteil von 16,8 Prozent aktuell bei weitem nicht aus, um die CO2-Ziele zu erreichen. Da sich die Grenzwerte weiterhin jährlich verschärfen, bedeutet die Fristverlängerung keinen Aufschub in den Bemühungen um den Hochlauf der Elektromobilität. Was wir jetzt von der Politik brauchen, sind langfristige und stabile Rahmenbedingungen für eine höhere Kundennachfrage, damit die Ziele zukünftig erreicht werden können. Die positive Entwicklung bei den PHEVs zeigt, dass Maßnahmen wie steuerliche Begünstigungen im Flottenbereich funktionieren. Gleichzeitig sehen wir, dass Fahrzeugflotten aufgrund der Rahmenbedingungen rein elektrischen Fahrzeugen gegenüber immer noch zu zurückhaltend sind und sich stattdessen auf PHEV fokussieren“, so VDIK-Präsidentin Imelda Labbé.
Plug-In-Hybride (PHEV) verzeichneten im März 2025 ebenfalls einen starken Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die PHEV-Neuzulassungen stiegen im vergangenen Monat um 65,8 Prozent auf 26.553 Fahrzeuge an. Dies entspricht einem Marktanteil von 10,5 Prozent, was nach den jeweiligen vorläufigen Höchstwerten in den vergangenen Monaten nun dem mit Abstand höchsten Marktanteil seit dem Ende der PHEV-Kaufförderung im Dezember 2022 entspricht und rund 4,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert liegt. Im PHEV-Markt zeigten die internationalen Marken im März mit einem vorläufigen Plus von 108,1 Prozent ein überdurchschnittlich starkes Wachstum, wodurch ihr Marktanteil auf 48,0 Prozent des gesamten PHEV-Marktes stieg – das ist der höchste Wert seit über zweieinhalb Jahren. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn 63.799 PHEV-Pkw neu zugelassen (+41,8 Prozent), damit liegt ihr Marktanteil bei 9,6 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen.
Insgesamt kommen die Elektrofahrzeuge – also BEV und PHEV zusammen – im März damit auf 69.074 Pkw-Neuzulassungen, 45,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Ihr Marktanteil lag bei 27,2 Prozent (März 2024: 18,0 Prozent). Seit Jahresbeginn wurden 176.767 Elektrofahrzeuge neu zugelassen, dadurch beläuft sich ihr Marktanteil auf 26,6 Prozent.
Die Zahl der Nutzfahrzeugneuzulassungen lag im März bei 29.779 und damit 14,9 Prozent niedriger als im März des Vorjahres. Seit Januar 2025 wurden 82.536 Nutzfahrzeuge neu zugelassen (-14,4 Prozent).
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Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK), Stefan Meyer, Leiter(in) Kommunikation, Presse und Medien, Kirdorfer Str. 21, 61350 Bad Homburg, Telefon: 06172 98750