Pressemitteilung | Bauverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. - Hauptgeschäftsstelle

Bauverband M-V – Tag der Bauwirtschaft 2025 in Rostock

(Schwerin) - Der Bauverband unseres Landes hatte heute in Rostock zum jährlichen TAG DER BAUWIRTSCHAFT M-V 2025 geladen. Zahlreiche Vertreter der Bundes- und Landespolitik, von Ämtern, Ministerien, Kommunen und Verbänden sind der Einladung in die Hanse- und Universitäts-stadt gefolgt.

Der Präsident des Bauverbandes, Herr Dipl.-Ing. (FH) Thomas Maync, hat in seinem Eröffnungs-statement die schwierige Gesamtlage der Branche skizziert: „Für das Baujahr 2024 haben wir Schlim-mes befürchtet. Je nach Sparte war es so schlimm – im Hochbau – oder nicht ganz so schlimm – etwa im Tiefbau. Gut war es in keinem Fall! Die Baugenehmigungen sind im Neubau von Wohngebäu-den um 40 Prozent von 2023 auf 2024 zurückgegangen. Gehen wir noch ein Jahr zurück, dann sehen wir, dass wir von 7.500 Baugenehmigungen 2022 auf 3.000 nur 24 Monate später zurückgefallen sind. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete im Hochbau ein Minus von 17 Prozent, das vom Tiefbau mit einem Plus von 13 Prozent nur bedingt aufgefangen wurde. Es bleibt ein knappes Umsatzminus von 0,6 Prozent, mit dem wir im Bundestrend auf Platz 9 liegen.“

Mit Blick auf das Jahr 2025 fordert die Bauwirtschaft in M-V nicht nur echte Investitionen durch Son-dervermögen, sondern endlich einen Abbau der Bürokratie und ein einfacheres Baurecht.

Präsident Maync: „Bauen muss der Grundpfeiler für ein neues Wachstumskonzept in Deutschland sein. Der Bau ist Motor für die Binnenkonjunktur. Wir modernisieren den Wirtschaftsstandort und wer-den gebraucht, um die Verteidigungsfähigkeit zu gewährleisten oder wiederherzustellen und Wohn-raum zu bauen. Dazu gehören im Wohnungsbau Zinsverbilligungsprogramme von unter einem Prozent Zins für die Wohnungswirtschaft, also institutionelle Wohnungsbauunternehmen, und attraktive Son-derabschreibungsmöglichkeiten für private Investoren.“

„Neben zusätzlichem Geld durch Sondervermögen, um den Markt kurzfristig in Schwung zu bringen, müssen wir auch an die Bürokratie ran. Durch Bürokratie entgeht Deutschland nach einer Studie des ifo-Instituts jährlich eine Wirtschaftsleistung in Höhe von 146 Milliarden Euro. Die Arbeitszeitflexibilisie-rung oder das Aussetzen des deutschen Lieferkettengesetzes sind dabei nur zwei Stichpunkte. Uns ist zudem wichtig, dass begrenzte Mittel effizient eingesetzt werden. Dazu gehört es zum einen, die Klein-teiligkeit bei öffentlichen Auftragsvergaben zu überwinden und mehr Flexibilität zuzulassen. Zum ande-ren müssen wir einfacher bauen, in dem wir Bauordnungen harmonisieren, Anforderungen an unsere Gebäude auf ein gesundes Maß runterbringen und Prozesse digitalisieren“, forderte der Präsident des Bauverbandes Dipl.-Ing. (FH) Thomas Maync in seiner Rede und machte deutlich: „Ohne funktionie-rende Bauunternehmen gibt es keinen Wohnungsbau, keine energetische Sanierung und keine Infra-strukturmodernisierung“

Quelle und Kontaktadresse:
Bauverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. - Hauptgeschäftsstelle, Sophie Kort, Mitarbeiter(in) Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Werderstr. 1, 19055 Schwerin, Telefon: 0385 7418-0

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