Ausbildungsabgabe widersinnig und kontraproduktiv / 2003 positive Entwicklung bei Ausbildungsverträgen in der Zahnmedizin
(Berlin) - Trotz der angespannten volkswirtschaftlichen Lage hat die deutsche Zahnärzteschaft mit den jüngsten Ausbildungszahlen bewiesen, dass sie nicht am falschen Ende, also zu Lasten unserer Jugend, spart. Und das, obwohl Nullrunde und andere Vorgaben der Gesundheitspolitik alles andere alles investitionsfördernd wirken", erklärt der Präsident der BZÄK, Dr. Dr. Jürgen Weitkamp, zu den aktuellen Regierungsplänen über eine Ausbildungsabgabe. Eine solche Abgabe sei der Beginn der Zerstörung des dualen Ausbildungssystems.
Der für den Bereich Ausbildung zuständige Vize-Präsident der BZÄK, Dr. Dietmar Oesterreich, verweist in diesem Zusammenhang auf die positive Entwicklung bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen zur Zahnmedizinischen Fachangestellten im Jahr 2003. Bis zum Stichtag 30. September seien bundesweit 14.216 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden, das entspricht einer leichten Zunahme um 0,42 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr (14.156 Neuverträge) und bedeutet eine Stabilisierung auf dem Niveau der vergangenen vier Jahre.
Der BZÄK-Vize-Präsident bekräftigt den Widerstand der Zahnärzte gegen die Regierungspläne für eine Ausbildungsabgabe, über welche der SPD-Fraktionsvorstand am kommenden Montag beraten will: "Eine solche Abgabe wäre kontraproduktiv und widersinnig und nur ein weiteres Beispiel für die verfehlte Politik des Dirigismus, wie sie die rotgrüne Bundesregierung auch auf anderen Feldern betreibt." Diese Art von Sanktionierung träfe mit der Zahnärzteschaft auf Basis der vorliegenden Zahlen jedenfalls die Falschen.
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