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Pressemitteilung

bvse-Forderung von Trittin und Müller bestätigt: Kein Pfand auf Weinflaschen

(Bonn/Berlin) – „Wir begrüßen es, dass Weinflaschen voraussichtlich nicht dem künftigen Zwangspfand unterliegen werden.“ Dies erklärte gestern der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse), Bonn/Berlin, Hans-Günter Fischer, anlässlich der Einigung zwischen Bundesumweltminister Jürgen Trittin und Bundeswirtschaftsminister Werner Müller über die Erhebung eines Zwangspfandes. Damit haben die beiden Bundesminister einer wichtigen Forderung des bvse entsprochen.

Der bvse geht davon aus, dass mit diesem Entschluss ein Zusammenbruch des über Jahrzehnte aufgebauten Glasrecyclingsystems abgewendet wurde. „Die Glasrecycler im bvse werden sich jetzt auf die neue Situation einstellen und Konzepte für die Rücknahme und Verwertung von zwangsbepfandetem Einwegglas mit dem Handel umsetzen,“ erklärte bvse-Hauptgeschäftsführer Hans-Günter Fischer für die deutsche Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft.

Die Einigung, Weinflaschen aus der Pflichtpfandregelung herauszunehmen, berücksichtige die nahezu vollständige Erfassung und Rücknahme der Weinflaschen. Da es bei Weinflaschen kein bundesweit etabliertes Mehrwegsystem wie bei Bier oder Wasser gebe, sei des weiteren durch eine Zwangsbepfandung von Weinflaschen keine Lenkungswirkung zugunsten bestehender Mehrwegsysteme zu erwarten gewesen, unterstrich Fischer.

Fischer geht davon aus, dass die ökologischen Auswirkungen des Zwangspfandes und das bereits flächendeckend erfolgreich aufgebaute Glasrecyclingsystem von der Bundesregierung eingehend geprüft worden sind. Er wies darauf hin, dass in Deutschland ein „vorbildliches und bewährtes“ Altglasrecyclingsystem existiere: Mit den höchsten Erfassungsmengen (über 90 Prozent) und Recyclingquoten (über 80 Prozent) in der Welt habe sich das bisherige Recyclingsystem für Altglas als ökologisch und ökonomisch vorteilhaft erwiesen.

Die als Altglas-Einsammler und –Aufbereiter tätigen Mitgliedsunternehmen des bvse decken laut Fischer 55 Prozent des bundesweiten Glasrecyclings ab. „In den letzten Jahren sind unsere Unternehmen der umweltpolitischen Zielführung einer ressourcenschonenden Kreislaufführung von Altglas gerecht geworden“, betonte er.


Quelle und Kontaktadresse:
bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (BVSE)
Achim Hallerbach, Pressesprecher
Hohe Str. 73
53119 Bonn
Telefon: 0228/988490
Telefax: 0228/9884999
E-Mail: info@bvse.de
Internet: www.bvse.de
(dvf)