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Pressemitteilung

Zeitarbeit als Weg aus der Arbeitslosigkeit

(Gelsenkirchen) - START Zeitarbeit könnte für die Beschäftigungsagenturen in NRW ein zusätzliches Instrument werden, um bei drohendem Personalabbau Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen in neue Beschäftigung zu vermitteln. Auf einem Workshop im Institut Arbeit und Technik (IAT) in Gelsenkirchen wurden jetzt erste Kooperationen vereinbart, um rund 100 offene Stellen bei START mit der Nachfrage der Transfergesellschaften zusammenzubringen.

Seit der Gründung 1995 hat START Zeitarbeit an inzwischen 34 Standorten in NRW fast 13 000 Mitarbeiter eingestellt, davon rund 60 Prozent aus Problemgruppen des Arbeitsmarktes, erläuterte Dr. Ulrich Jansen von START Zeitarbeit NRW GmbH. Durch befristete Arbeitseinsätze in entleihenden Unternehmen gelang für nahezu jeden zweiten anschließend die feste Einstellung beim Entleihbetrieb und damit eine dauerhafte Wiedereingliederung. Bei den besonderen Zielgruppen lag die Übernahmequote sogar über 60 Prozent. Prinzipien von START sind dabei umfassende Qualifizierung, tarifliche Bezahlung und eine enge Kooperation mit den Sozialpartnern.

In der Zusammenarbeit zwischen START Zeitarbeit und den Transfergesellschaften gilt es allerdings noch Hemmnisse und Imageprobleme zu überwinden, stellte Gernot Mühge fest, der am IAT das Kooperationsprojekt in die Wege leitete und wissenschaftlich begleitet.

Zeitarbeit hat bei einigen Arbeitnehmern einen schlechten Ruf, die vorteilhaften Bedingungen, die START von anderen Zeitarbeitsunternehmen unterscheidet, sind vielen nicht bekannt.

Zudem erscheint vielen Teilnehmern von Transfermaßnahmen wegen des oft hohen Lohnniveaus im alten, personalabbauenden Betrieb ein neuer Job trotz tariflicher Entlohnung wenig attraktiv. Aber auch die Transferagenturen haben bei ihrer Klientel noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Der guten Abfindungszahlung wird meist der Vorzug gegeben vor der Vermittlung auf einen neuen, sicheren Arbeitsplatz, spätere Schwierigkeiten bei der Jobsuche werden weit unterschätzt. Bei der Ausgestaltung von Sozialplänen werden die Möglichkeiten für ein frühzeitiges Eingreifen und die Vermittlung der betroffenen Arbeitnehmer in neue Beschäftigung bei weitem nicht ausgeschöpft.


Quelle und Kontaktadresse:
Institut Arbeit und Technik
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
Telefon: 0209/17070
Telefax: 0209/1707110
E-Mail: braczko@iatge.de
Internet: www.iatge.de
(dvf)