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Pressemitteilung

Wildtierhaltung im Zirkus endlich beenden

(Bonn) - Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt den Antrag "Wildtierhaltung im Zirkus jetzt beenden" der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und fordert die Mitglieder des Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages auf, die Zustimmung des Antrags zu empfehlen. Die öffentliche Anhörung, bei der auch der Deutsche Tierschutzbund vertreten ist, findet heute im Agrarausschuss des Deutschen Bundestages statt. In seiner Stellungnahme an die Ausschussmitglieder macht der Verband deutlich, dass die Ansprüche von Wildtieren in einem Zirkus nicht zu erfüllen sind.

"Wer Spitzenreiter im Tierschutz sein will, kann nicht anders, als den Antrag zu befürworten. Die Koalition aus CDU/CSU und SPD muss endlich tätig werden und den Forderungen des Antrags nachkommen", so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. "Während die Mehrheit der EU-Länder bereits ein Verbot von Wildtieren im Zirkus eingeführt hat, bleibt Deutschland bislang trauriges Schlusslicht." Wenn der Ausschuss die Zustimmung des Antrags empfiehlt, wird der Bundestag über den Antrag abstimmen.

Bundesregierung bleibt untätig

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Zirkustiere sind veraltet und völlig unzureichend, der Vollzug tierschutzrechtlicher Anforderungen schwierig bis unmöglich. In Zirkussen werden immer wieder eine Vielzahl von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und die Zirkusleitlinien festgestellt. Immer wieder kommen auch Menschen und Tiere bei Unfällen oder Ausbrüchen zu Schaden. Dreimal in den letzten Jahren hatte daher sogar der Bundesrat die Bundesregierung in Entschließungsanträgen für die Erlassung eines Verbots von Wildtieren im Zirkus aufgefordert. Doch das zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium bleibt untätig und sucht stattdessen einen geheimen Austausch mit der Zirkusbranche. Diese soll offenbar ein Konzept für die Neuregelung der Wildtierhaltung im Zirkus vorgelegt haben. Aus Tier- und Artenschutzsicht sind die Bedingungen für Tiere in reisenden Zirkusbetrieben aber systembedingt nicht mit dem Tierschutz vereinbar, weshalb ein umfassendes Verbot unumgänglich ist.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Tierschutzbund e.V.
Pressestelle
In der Raste 10, 53129 Bonn
Telefon: (0228) 604960, Fax: (0228) 6049640
E-Mail: presse@tierschutzbund.de
Internet: www.tierschutzbund.de
(dvf, sf)