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Pressemitteilung

Wasserwirtschaft im BDEW zum Welt-Wasser-Kongress in Wien: Wasserversorgung nachhaltig sichern / Wasserrahmenrichtlinie in allen Ländern Europas vollständig umsetzen / Wasserzähler und Preise ohne Subventionen europaweit nötig

(Berlin) - „Grundlage für eine nachhaltige Wasserwirtschaft in Europa ist und bleibt die vollständige Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie in allen Ländern der Gemeinschaft.“ Das erklärte Peter Rebohle, Vizepräsident des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, zum Welt-Wasser-Kongress, der vom 7. bis 12. September in Wien veranstaltet wird. Die von der europäischen Richtlinie vorgegebenen Instrumente wie Wasserzähler oder die verbrauchsgerechte Preisgestaltung ohne Subventionen seien allerdings noch nicht überall in Europa selbstverständlich.

„Gerade der Klimawandel erfordert konsequentes nachhaltiges Wirtschaften in der Wasserversorgung Europas“, betonte Rebohle. Wasserknappheit oder Dürre in einzelnen Regionen der EU müsste mit ganz gezielten Maßnahmen begegnet werden. Es sei nicht akzeptabel, wenn Wassermangel als Begründung für die Befreiung von gesetzlichen Vorgaben angeführt werde. „Die Probleme durch knappe Wasservorräte insbesondere im Süden Europas werden teilweise noch verschärft durch intensive Wassernutzung in der Landwirtschaft oder im Tourismus“, erklärte Rebohle. Hier seien die Regierungen gefordert, wirksame Rechtssysteme und Kontrollen auszubauen.

In Deutschland sei die Wasserversorgung von Natur aus begünstigt und außerdem durch hohe Effizienz und Sparsamkeit geprägt: „Die gesamte Industrie, Landwirtschaft, Bergbau und Wasserwirtschaft nutzen nur etwa 19 Prozent der Wasservorräte. Das Wasser wird nicht verbraucht, sondern gereinigt in den Kreislauf zurückgegeben“, erläuterte Rebohle. Dennoch gebe es in Deutschland strenge gesetzliche Vorgaben für das nachhaltige Wirtschaften mit den Wasservorräten und für die Wasserqualität. Die deutschen Haushalte hätten mit einem Wassergebrauch von 124 Litern je Tag und Einwohner bereits das Spitzenfeld der Wassersparer in Europa erreicht. Auch die europäische Rahmenrichtlinie aus dem Jahr 2000 sei zügig und vollständig umgesetzt worden.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW), Hauptgeschäftsstelle
Frank Brachvogel, Pressesprecher
Reinhardtstr. 32, 10117 Berlin
Telefon: (030) 300199-0, Telefax: (030) 300199-3900
E-Mail: presse@bdew.de
Internet: www.bdew.de
(dvf)