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Pressemitteilung

VÖB besorgt über Inflationsrate in Euroland

(Berlin) – Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, hält die Entscheidung der Europäischen Zentralbank vom 1. Februar, die Leitzinsen nicht zu senken, für richtig. Die EZB habe sich damit von der Entscheidung der amerikanischen Notenbank (Fed), die Leitzinsen um 50 Basispunkte zu senken, unbeeindruckt gezeigt.

In Euroland stelle sich die Situation anders dar als in den Vereinigten Staaten. Die konjunkturelle Dynamik in Euroland zeige augenblicklich eine größere Stabilität als die US-amerikanische. Zudem habe die EZB erst vor vier Monaten die Leitzinsen erhöht. Im Gegensatz dazu habe die Fed zuletzt im Mai 2000 die Zinsen erhöht. Aufgrund der Wirkungsverzögerung von Leitzinsänderungen von bis zu einem Jahr unterstreiche die EZB mit der Beibehaltung des Zinsniveaus die Nachhaltigkeit ihrer Zinspolitik.

Die EZB demonstriere Eigenständigkeit, indem sie den spezifischen europäischen Gegebenheiten Rechnung trage und dem Zinsschritt der Fed keine Folge leiste. Trotz des zuletzt weiter abgeschwächten Wachstums der Eurozone blieben die konjunkturellen Aussichten in Euroland günstig. Die Konsumnachfrage werde durch die Steuerreformen
angeregt. Der immer noch unterbewertete Euro und die dynamischere Entwicklung der europäischen im Vergleich zur US-amerikanischen Konjunktur machten zudem ausländische Investitionen in Euroland attraktiv. Besorgt ist der VÖB aber über die weiterhin hohe Inflationsrate in Euroland von 2,6 % im Dezember 2000.

Die Zinssenkung der Fed trage der weiteren Abschwächung des Wirtschaftswachstums sowie dem schlechteren Verbrauchervertrauen in den USA Rechnung. Insbesondere wegen des hohen Verschuldungsgrades US-amerikanischer Privathaushalte und der möglichen negativen Vermögenseffekte gelte es in den USA, die Finanzmärkte zu stabilisieren, um eine stärkere Abschwächung der Realwirtschaft zu verhindern.


Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands e.V. (VÖB)
Lennéstr. 17
10785 Berlin
Telefon: 030/81920
Telefax: 030/8192222
E-Mail: postmaster@voeb.de
Internet: www.voeb.de
(dvf)