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Pressemitteilung

Unabhängige Studie vergleicht das Besoldungsniveau der EU-Institutionen mit dem vergleichbarer Einrichtungen

(Brüssel) - Wie aus der Studie hervorgeht, sind die Netto-Dienstbezüge der Mitarbeiter der EU-Institutionen niedriger als die Bezüge vergleichbarer Mitarbeiter multinationaler Unternehmen bzw. der ständigen Vertretungen der Mitgliedstaaten in Brüssel, höher als die Besoldungen in ihrem Heimatstaat tätiger nationaler Beamter und mit den Gehältern, die von anderen internationalen Organisationen gezahlt werden, durchaus vergleichbar. In der Studie wird außerdem hervorgehoben, daß die Besoldungsstrukturen bei den EU-Institutionen (Grundgehalt, Zulagen, Versorgungsleistungen, Beiträge) denen der ständigen Vertretungen und der anderen internationalen Organisationen entsprechen. Darüber hinaus erhalten die Mitarbeiter multinationaler Unternehmen mehr Sachzuwendungen.

Die Studie vergleicht die Netto-Dienstbezüge von EU-Mitarbeitern aller Laufbahngruppen mit denen von Beamten aus vier Mitgliedstaaten (Vereinigtes Königreich, Frankreich, Deutschland, Dänemark) mit Dienstort Brüssel und bei Verwendung im Heimatstaat sowie mit denen von Mitarbeitern dreier internationaler Organisationen (UN, NATO und EIB) und fünf großer multinationaler Unternehmen, die in Brüssel vertreten sind (nur für der Laufbahngruppe "A" entsprechende Tätigkeiten).

Erfaßt wurden die Bezüge von Verheirateten und Unverheirateten sowie von Mitarbeitern mit zwei Kindern. Zunächst wurden bestimmte Tätigkeiten einheitlichen Kategorien zugeordnet, um einen Vergleich anhand von sechs Kriterien zu ermöglichen. Anschließend untersuchte die Studie sowohl die Struktur der einzelnen Besoldungssysteme als auch die tatsächliche Höhe der Bezüge.

Die Studie wurde von August 1999 bis April 2000 von der dänischen Firma PLS Consult A/S in Zusammenarbeit mit dem Danish Management Forum durchgeführt. Eine Zusammenfassung ist (zunächst nur in englischer Sprache) im Rahmen des Internet-Informationsangebotes zur Reform der Europäischen Kommission auf dem Server "Europa" unter folgender Adresse zugänglich:
http://europa.eu.int/comm/staff/salaries/study_en.htm

Im Juni diesen Jahres wird die Kommission in einer Mitteilung einen Zeitplan und ein Verfahren für die künftige Festsetzung der Dienstbezüge und Ruhegehälter vorschlagen. Aus praktischen Erwägungen würde die Kommission es - wie in dem Weißbuch zur Reform der Kommission (1. März 2000) bereits angekündigt -vorziehen, das derzeitige System der jährlichen Angleichung der Bezüge für einen begrenzten Zeitraum von bis zu zwei Jahren aufrechtzuerhalten, damit sie im Dezember 2001 ein umfassendes "Paket" von Vorschlägen zu allen Aspekten der Personalpolitik vorlegen kann: Statut, Besoldungsstrukturen, jährliche Angleichung der Bezüge sowie Maßnahmen, um die langfristige Stabilität des Versorgungssystems der EU-Institutionen zu sichern.


Quelle und Kontaktadresse:
Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
E-Mail:
Internet: europa.eu.int/comm/staff/salaries/study_en.htm
(dvf)