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Pressemitteilung

„Tierschutz in der Wahlkabine!“

(Bonn) - Am 6. Juni fand in Braunschweig die Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes statt. Dabei berieten die Delegierten über Anliegen des praktischen Tierschutzes. Im Fokus stand auch die vorgezogene Bundestagswahl. Der Verband wird sich offensiv mit Veranstaltungen, Plakaten und Aktionen lokal und national in den Wahlkampf einmischen. Bundesministerin Renate Künast verwies in ihrer Rede auf den hohen gesellschaftlichen Stellenwert des Tier- und Verbraucherschutzes. „Mit Tierschutz – Made in Germany definieren wir Modernität im 21. Jahrhundert“, so die Ministerin.

„Die Bundestagswahl darf im Ergebnis nicht das Ende der Agrarwende bedeuten, sondern muss geradezu zu einem Schub im Tier- und Verbraucherschutz führen“, fordert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Für oder gegen den Tierschutz werde eine Entscheidung in den Wahlkabinen sein: Tierschutz habe viele Stimmen, die Stimmen aller Tierfreunde und Tierschützer. In seiner Rede machte er am Beispiel der Legehennen die besondere Dramatik deutlich: Bereits mehrfach hatte sich der Bundesrat mit seiner Mehrheit aus CDU-regierten Ländern für ein Aufweichen des ab 2007 geltenden Verbots eingesetzt. Der Deutsche Tierschutzbund fordert von allen Parteien ein generelles „Ja“ zum Verbot der Käfighaltung von Legehennen. „Nur wer Tiere schützt und Tierleid beendet, ist wirklich wählbar. Als Spitzenkandidatin der CDU/CSU muss auch Frau Merkel erklären, dass es bei diesem Verbot der Käfighaltung bleibt“, fordert Apel.

In anderen Beschlüssen hat sich die Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbund gegen einen generellen Leinenzwang von Hunden ausgesprochen. Die Versammlung sprach sich auch gegen das Schlachten im Akkord und gegen das Schächten aus. Zudem werden die Kommunen aufgefordert die Kosten der Kastration von Fundtieren vollständig zu übernehmen, um damit den praktischen Tierschutz vor Ort zu unterstützen. Einstimmig wurden auch Verbesserungen bei den Tiertransport-Bedingungen gefordert.

Renate Künast kündigte an, dass sie in den verbleibenden Sitzungswochen noch Tierschutzprojekte vorangetrieben werden. Vor den über 200 Delegierten aus dem gesamten Bundesgebiet erklärte die Bundesministerin, dass eine Änderung der Nutztierhaltungsverordnung auf den Weg in den Bundesrat gebracht wurde.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Tierschutzbund e.V.
Baumschulallee 15, 53115 Bonn
Telefon: 0228/604960, Telefax: 0228/6049640
E-Mail: bg@tierschutzbund.de
Internet: www.tierschutzbund.de
(dvf)