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Pressemitteilung

Studie: Dienstleistungen sind in Deutschland immer noch eng mit der Industrie verbunden

(Gelsenkirchen) - Dienstleistung in Deutschland - das ist oft weniger ein eigenständiger Wirtschaftssektor als vielmehr eine Auslagerung der Industrie. Das belegt eine Untersuchung des Gelsenkirchener Instituts Arbeit und Technik (IAT). Typisch für Deutschland, so die Arbeitsmarktforscher, ist die innere Tertiarisierung, die bereits sehr weit fortgeschritten ist. Dienstleistungen sind hier enger als in anderen Ländern mit der Industrie verbunden.

Untersucht wurde die Entwicklung der Branchenstruktur von 1985 bis 1998. 1997 entfielen 48 Prozent aller Tätigkeiten im verarbeitenden Gewerbe auf Dienstleistungen. In den USA waren es nur 37 Prozent.

Einen Grund für die hohe innere Tertiarisierung sehen die Wissenschaftler in der Spezialisierung der deutschen Industrie auf Qualitätsproduktion. Qualitätsprodukte erfordern mehr vor- und nachgelagerte Dienstleistungen - Forschung und Entwicklung, Beratung, Service usw.. Die Auslagerung solcher Dienstleistungen ist Deutschland geht noch etwas langsam voran.

Insgesamt ist die Zahl der Beschäftigten im Dienstleistungssektor in den letzten 15 Jahren um 4,2 Millionen gestiegen, während die Industrie gleichzeitig deutlich ( - 1,1 Millionen Beschäftigte in Westdeutschland) verlor. Trotzdem liegt der Anteil der Dienstleistungsbeschäftigten mit 63,2 Prozent weiterhin unter dem Durchschnitt der Europäischen Union und der USA.


Quelle und Kontaktadresse:
IAT, Prof. Dr. Gerhard Bosch, Telefon: 0209/1707-147, Dr. Alexandra Wagner, Telefon: -143
E-Mail: braczko@iatge.de
Internet: www.iatge.de
(dvf)