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Pressemitteilung

Streiks in Vivantes Krankenhäusern sind völlig fehl am Platz

(Berlin) - Mit einem Vorlauf von weniger als 24 Stunden und ohne eine Notdienstvereinbarung abzuschließen, hat die Gewerkschaft ver.di für heute zu einem Streik in den Krankenhäusern des kommunalen Klinikunternehmens Vivantes aufgerufen. "Die Streiks der Gewerkschaft ver.di in einer so frühen Phase der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst halten wir für nicht vertretbar. Arbeitskampfmaßnahmen sind weder konstruktiv, noch tragen sie zu einem schnellen Tarifabschluss bei. Streiks sollten - insbesondere in einem so sensiblen Bereich wie in den Krankenhäusern - immer das letzte Mittel sein.", so Rechtsanwältin Claudia Pfeiffer, Geschäftsführerin des KAV Berlin. "Angesichts der anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie, mit denen der Gesundheitsbereich zu kämpfen hat, sind Streiks sowieso völlig fehl am Platz. Wenn dann auch noch Streikmaßnahmen ohne ausreichende Vorankündigung im Krankenhaus laufen, fehlt uns jedes Verständnis."

"Der sehr kurzfristig und unbestimmt angekündigte Streik für den heutigen Tag erfolgt ohne Abschluss einer Notdienstvereinbarung. Vivantes respektiert selbstverständlich die im Rahmen von Tarifverhandlungen geltenden Grundrechte von Beschäftigten. Aber wir befinden uns nach wie vor in einer Pandemielage. Insbesondere in diesem Zusammenhang erwarten wir einen vernünftigen Umgang mit derartigen Maßnahmen. Wir werden alles dafür tun, um die Auswirkungen auf unsere Patientinnen und Patienten so gering wie möglich zu halten. Die Sicherstellung der Versorgung hat für uns oberste Priorität.", ergänzt Frau Dorothea Schmidt, Geschäftsführerin Personalmanagement Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH. "Wenn sogar die Schließung ganzer Stationen durch die Gewerkschaft in Betracht gezogen wird, führt das zu Unsicherheit und Sorge in der Bevölkerung. Daher sind die geplanten Arbeitskampfmaßnahmen in Krankenhäusern völlig kontraproduktiv, auch wenn sie mediale Aufmerksamkeit versprechen."

Derzeit finden die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) als Spitzenverband der kommunalen Arbeitgeberverbände in Deutschland und den Gewerkschaften zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) statt. Die VKA vertritt über 10.000 kommunale Arbeitgeber mit mehr als 2,4 Millionen Beschäftigten. Die erste Tarifverhandlungsrunde fand am 1. September 2020 statt und wurde ohne Ergebnis vertagt.

Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 19. und 20. September 2020 angesetzt.

Quelle und Kontaktadresse:
Kommunaler Arbeitgeberverband Berlin (KAV Berlin)
Jana Zielsdorf, Kommunikation
Goethestr. 85, 10623 Berlin
Telefon: (030) 214581-11, Fax: (030) 214581-18
E-Mail: kontakt@kavberlin.de
Internet: www.kavberlin.de
(dvf, sf)