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Pressemitteilung

Start der bundesweiten Schweinekampagne gegen gesetzliche Tierqual

(Bonn) - 40 Millionen Schweine leben in Deutschland überwiegend unter tierquälerischen Bedingungen. Damit sich dies ändert, macht das Bündnis Tierschutz mit einer bundesweiten Kampagne gegen die grausamen Haltungsbedingungen von Schweinen mobil. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung in München stellten die Bündnispartner das Aufsehen erregende Plakat vor, das in den nächsten Monaten in ganz Deutschland zu sehen ist. Unsere Forderungen konnten die Münchner am Morgen in der Zeitung lesen: In einer provozierenden Anzeige wurden der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber und der für Tierschutz zuständige Staatsminister Eberhard Sinner aufgefordert, sich in Bayern und im Bundesrat für eine verbesserte Schweinehaltung einzusetzen.

„Aus rein wirtschaftlichen Interessen werden in Deutschland, der europäischen Hochburg der Schweinefleischproduktion, jegliche Grundbedürfnisse der Tiere missachtet: Ohne Platz und Licht, mit amputierten Schwänzen und abgeschliffenen Zähnen vegetieren die Tiere annähernd zur Bewegungslosigkeit verdammt, dahin“, kritisieren die Bündnispartner die Missstände. Auch der Entwurf für eine neue Haltungsverordnung, über die der Bundesrat im Herbst entscheidet, wird hieran nichts ändern. Sie sieht lediglich geringfügige Verbesserungen gegenüber den EU-Bestimmungen vor. Einigen Bundesländern gehen diese Vorschläge für die Schweinehaltung sogar noch zu weit. Sie wollen aus Sorge um den finanziellen Profit selbst die kleinste Verbesserung zugunsten der Tiere verhindern.

„Seit der Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz im letzten Jahr haben die politischen Entscheidungsträger die Pflicht, den Tierschutzaspekt angemessen zu berücksichtigen“, nehmen die Bündnispartner die Politiker in die Pflicht. „Sie können nicht länger eine Blockadepolitik auf Kosten der Tiere betreiben, allein wegen des Profits. Das wollen auch die Wähler nicht. Für die meisten Menschen sind Schweine Glücksbringer und kaum jemand weiß, unter welchen quälerischen Bedingungen die Tiere ihr kurzes Dasein fristen, bevor sie getötet werden. Mit unserer Kampagne wollen wir die Bevölkerung hierüber aufklären. Wir sind sicher: Der Protest, den diese Kampagne auslösen wird, zwingt die Politiker zum Umdenken.“ Nach dem Kampagnenauftakt in München führt das Bündnis Tierschutz weitere Veranstaltung im ganzen Bundesgebiet durch.


Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Tierschutzbund e.V.
Presseabteilung
Baumschulallee 15, 53115 Bonn
Telefon: 0228/6049624, Telefax: 0228/6049641
E-Mail: presse@tierschutzbund.de
Internet: www.tierschutzbund.de
(dvf)