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Pressemitteilung

NABU kritisiert Funke-Programm als "Dokument der Mutlosigkeit"

(Bonn) - Als „Dokument der Mutlosigkeit“ hat der Naturschutzbund NABU das am 5. Januar von Bundeslandwirtschaftsminister Funke vorgelegte Programm für eine Neuausrichtung der Agrarpolitik bezeichnet. "Minister Funke hat die Zeichen der Zeit offensichtlich immer noch nicht erkannt und macht mit unverbindlichen Allgemeinplätzen einen Kotau vor der Agrarlobby", kritisierte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. Während das gestern bekannt gewordene Sieben-Punkte-Programm der beiden Staatssekretäre im Agrarministerium und im Umweltministerium, Martin Wille und Rainer Baake, mit klaren Vorgaben einen konsequenten Umbau der Subventionspraxis bedeute, begebe sich Funke jetzt auf das Niveau von windelweichen Aussagen zurück, sagte Flasbarth.

Nach Ansicht des NABU beschränke sich das Funke-Programm auf nachgeordnete Kontroll- und Schutzmaßnahmen. Es verzichte jedoch auf weitergehende Vorschläge zur Reform der Agrarpolitik. Die wenigen Aussagen zu agrarpolitischen Kurskorrekturen seien unkonkret oder fänden sich bereits im rot-grünen Koalitionsvertrag. "Es ist nicht nur peinlich, dass der Minister seinen Staatssekretär auf diese Art zurückpfeifen will, damit wirft Funke selbst die Frage auf, ob er für eine vom Kanzleramt gewünschte Neuausrichtung der Agrarpolitik der richtige Mann sein kann", so Flasbarth weiter.


Quelle und Kontaktadresse:
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
Am Köllnischen Park 1
10179 Berlin
Telefon: 030/2758640
Telefax: 030/27586440

NABU-Pressestelle,
Telefon: 0228/4036-142
E-Mail: presse@bund.net
Internet: www.bund.net
(dvf)