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Pressemitteilung

NABU begrüßt Förderung für ökologischen Landbau

(Bonn) - Der Naturschutzbund NABU hat den diesjährigen Rahmenplan des Bundes und der Länder zur "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" begrüßt. "Damit ist ein sinnvoller Schritt getan worden, um die Rolle der Landwirtschaft für eine umweltgerechte und nachhaltige Entwicklung der ländlichen Räume zu verbessern", sagte NABU-Agrarreferent Christof Weins heute in Bonn. Zu begrüßen sei insbesondere, dass der ökologische Landbau weiter gestärkt werde, zukünftig auch eine befristete Stilllegung von Acker- und Grünlandflächen möglich sei und dass die vom NABU seit langem geforderte Unterstützung für eine regionale Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte nun vorgesehen werde.

Die "Gemeinschaftsaufgabe" sei allerdings nach wie vor ein klassisches Instrument zur Steigerung der Produktivität der Landwirtschaft, mit dem zahlreiche Umweltprobleme verbunden sind, kritisierte Weins. Als Beispiel nannte er etwa die jetzt beschlossene Förderung zur Kapazitätsausweitung von Schweinemast-Betrieben im Rahmen der einzelbetrieblichen Investitionsbeihilfen. Völlig unverständlich ist für den NABU-Experten, dass Bund und Länder derzeit ablehnen, Gebieten mit umweltspezifischen Nachteilen, etwa den FFH-Gebieten, eine Ausgleichszulage zu gewähren, obwohl dies die Agenda 2000 der Europäischen Union ausdrücklich ermöglicht. "Mit dieser Entscheidung verzichten Bundesländer ohne Not auf den Beitrag des Bundes bei der Entschädigung von Landwirten aufgrund von Umwelt- und Naturschutzauflagen", sagte Weins. Es sei unstrittig, dass der Bund für eine zügige und zielführende Umsetzung der FFH-Richtlinie in Deutschland mitverantwortlich ist. Es läge nun in der Verantwortung der Bundesländer, dafür zu sorgen, dass zumindest in deren jeweiligen Programmen zur ländlichen Entwicklung ein solcher Ausgleich vorgesehen wird.


Quelle und Kontaktadresse:
NABU Bonn

Christof Weins, NABU-Agrarreferent, Tel. 0228-97561-25
E-Mail: Christof.Weins@nabu.de
Internet: www.nabu.de
(dvf)