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Pressemitteilung

Leitbild der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk veröffentlicht / Begabtenförderung definiert Leitlinien ihrer Arbeit

(Bonn) - Zum Abschluss eines breit angelegten Diskussionsprozesses hat die Bischöfliche Studienförderung Cusanuswerk heute (13. Februar 2018) ein neues Leitbild vorgelegt. In knapper Form wird darin programmatisch formuliert, worin die Idee und der Auftrag des Förderwerks bestehen. Das Leitbild versteht sich als ein wichtiger Markstein in der Entwicklung der katholischen Begabtenförderung in Deutschland und zugleich eine Wegweisung für die Zukunft.

Der Text des Leitbildes ist das Ergebnis der Arbeit einer Kommission, in der neben dem Vor-stand und der Leitung des Cusanuswerk e. V. sowie dem Vorsitzenden der Kommission für Wissenschaft und Kultur der Deutschen Bischofskonferenz alle Gruppen vertreten waren, die an der Arbeit des Cusanuswerks teilhaben. Dazu zählen aktuell geförderte und ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten des Cusanuswerks - einschließlich der Gründergeneration, vertreten durch den früheren Bundesforschungsminister Prof. Dr. Dr. h. c. Heinz Riesenhuber -, die Auswahlgremien, die Katholische Hochschulpastoral, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Geistlichen Begleiterinnen und Begleiter im Bildungsprogramm des Cusanuswerks - sie alle wirkten mit am neuen Leitbild. "Die gemeinsame Entwicklung des Leitbildes überzeugt nicht nur im Resultat", so der Vorsitzende des Beirats, Prof. Dr. Peter Funke: "Es war zudem für alle auch im Beirat vertretenen Gruppen ein ganz wichtiger Prozess der Selbstvergewisserung und Neuorientierung."

"Mit den Leitlinien vergewissert sich das Cusanuswerk seines Auftrags, festigt und erneuert seine Prinzipien und stellt sich der Öffentlichkeit vor. Unser Selbstverständnis ist uns Verpflichtung", sagt Prof. Dr. Dr. h. c. Paul Kirchhof, der die Leitung der Kommission innehatte.

Das Cusanuswerk, so heißt es im Text des Leitbildes, habe den Auftrag, "herausragend begabte katholische Studierende und Promovierende" zu fördern. "Die Geförderten sollen befähigt werden, ihre Talente und ihr Gestaltungsvermögen in christlicher Verantwortung dort einzubringen, wo die Zukunft des Gemeinwesens entschieden wird: in Staat, Gesellschaft und Familie, Wissenschaft und Kirche, Wirtschaft, Kultur und Medien." Das Cusanuswerk verstehe sich als "Ort der Kirche" und sei sich "der Bedeutung des christlichen Glaubens für das Gelingen einer freiheitlichen Gesellschaft bewusst". "Die Geförderten des Cusanuswerks", so der Schlusssatz des Leitbildes, "wollen in christlichem Verantwortungsbewusstsein der Kirche und der Welt dienen."

Der Vorsitzende der Kommission für Wissenschaft und Kultur der Deutschen Bischofskonferenz, Weihbischof Dr. Christoph Hegge (Münster), äußerte sich erfreut über das neue Leitbild: "Auf prägnante Weise beschreibt es den hohen Anspruch unseres Begabtenförderungswerks - es steht für wissenschaftliche Exzellenz, Glaubenszeugnis und Verantwortungsbewusstsein."

Das Leitbild markiert Eckpunkte für die drei Handlungsfelder der Begabtenförderung: die Auswahl, die Förderung sowie die Ehemaligen- und Netzwerkarbeit. Bei der Auswahl achte man v. a. darauf, dass die geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten "ihren christlichen Glauben leben, in ausgeprägtem Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl handeln und hervorragende akademische Leistungen erwarten lassen." Das umfassende interdisziplinäre Bildungsprogramm, das die Geförderten absolvieren, und die vielfältigen geistlichen Angebote, die das Cusanuswerk seinen Stipendiatinnen und Stipendiaten macht, fördern "die Entfaltung der Persönlichkeit" eines jeden der jungen Menschen in besonderer Weise.

Ein Fokus liegt zudem darauf, dass sich die verschiedenen Stipendiatengenerationen miteinander austauschen und vernetzen. "Dadurch entstehen an vielen Orten in Deutschland Kraftzentren cusanischen Engagements, die positiv ausstrahlen in die Gesellschaft", so der Generalsekretär des Cusanuswerks, Dr. Thomas Scheidtweiler. Der Leiter des Cusanuswerks, Prof. Dr. Georg Braungart, fasst zusammen: "Das ist die Magna Charta bischöflicher Begabtenförderung in Deutschland: prägnant erfasster Konsens aus jahrzehntelanger Erfahrung und Programm für eine Zukunft, in der Intellektualität und katholischer Glaube aufs Schönste zusammenwirken."

Quelle und Kontaktadresse:
Deutsche Bischofskonferenz
Pressestelle
Kaiserstr. 161, 53113 Bonn
Telefon: (0228) 103290, Fax: (0228) 103299
E-Mail: pressestelle@dbk.de
Internet: dbk.de/
(dvf, cl)