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Pressemitteilung

08.03.2000 15:57
Universität Münster

Internetpolitik der Bundesregierung auf dem Prüfstand / Am 7. April diskutieren Experten "Akzeptanzhürden" des Internet in Deutschland

(Münster) - Für Bundeskanzler Gerhard Schröder ist ein chancengleicher Zugang zu den neuen Technologien der Schlüssel zur Demokratisierung des Internet. Dieser Auffassung ist auch Prof. Dr. Bernd Holznagel und hat deshalb für den 7. April 2000 zu einem Experten-Workshop nach Münster geladen. Unter dem Motto "Removing E-Barriers - Ways to Faciliate the Growth of the Internet in Germany and Europe" wird ein internationales Experten-Gremium die bestehenden "Akzeptanzhürden" des Internet in Deutschland diskutieren.



"Wir werden in Deutschland solange keinen durchschlagenden Erfolg von E-Commerce und E-Government sehen, bis wir nicht das Netz für alle Bürger zugänglich gemacht haben.", betont der Direktor des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht an der Universität Münster. Gemeinsam mit Kollegen von der Universität Oxford haben die Münsteraner einen internationalen Expertenzirkel zusammengerufen, um die aktuelle Internetpolitik der Bundesregierung mit wertvollen Argumenten zu unterstützen.



Weltweit nutzen täglich mehrere Millionen Menschen das Internet. Das neue Medium entwächst den Kinderschuhen und verliert mehr und mehr den Status eines Nischenmediums für Akademiker und junge Geschäftsleute. Schon jetzt ist absehbar, dass das Internet die Art und Weise verändern wird, in der Menschen miteinander kommunizieren, Kinder ausgebildet werden und Verbraucher Güter und Dienstleistungen erwerben. Um diese neuen Möglichkeiten optimal nutzen zu können, müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein, die es am 7. April in Münster zu erörtern gilt.



"Auf der Tagung wird insbesondere der Frage nachzugehen sein, wie in der Bundesrepublik eine "Grundversorgung" mit Informationen durch das Internet sichergestellt werden kann", meint Holznagel. "Diese Fragestellungen können für Deutschland derzeit nur mit internationaler Hilfe gelöst werden, weshalb wir uns freuen, mit AOL Europe einen namhaften Sponsor für die Veranstaltung gewonnen zu haben."



Im ersten Teil des Workshops sollen zunächst die Faktoren ermittelt werden, die den Gebrauch des Internets aus Sicht der Nutzer beeinflussen. Anschließend werden die gesellschaftspolitischen und ökonomischen Auswirkungen herausgearbeitet, die in einem für breite Bevölkerungskreise attraktiveren Internetzugang resultieren würden. Im dritten Teil werden die Strategien zur Ausweitung der Internetnutzung diskutiert. Dabei geht es vor allem um die Verbilligung des Internetzugangs durch neue Preismodelle wie z.B. die Einführung einer Flatrate, die Zugangserleichterung durch die Nutzung anderer Übertragungsmedien (Stichworte: Internet via Kabel oder Digital-TV) sowie um staatliche Maßnahmen zur Förderung des Internetgebrauchs. Zum Schluss der Tagung ist eine Debatte über die Realisierungsmöglichkeiten dieser Vorschläge vorgesehen.



Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt.



Quelle und Kontaktadresse:
Anmeldungen sind direkt zu richten an: Frau Anika Hanßmann (ahansma@uni-muenster.de), Universitätsstr. 14-16, 48143 Münster, Tel.: 0251 / 83 2 94 58, Fax: 0251 / 83 2 18 30; Quelle: Universität Münster
E-Mail: ahansma@uni-muenster.de
Internet: www.uni-muenster.de/Jura.tkr/veranstaltungen/workshop
(dvf)