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Pressemitteilung

Infoblatt zur Laborreform der Ärzte

(Hemsbach) - Erste Beobachtungen über die Reaktion der niedergelassenen Ärzte auf die Laborreform legen nahe, dass medizinisch notwendige Laboruntersuchungen unterlassen werden könnten. Der Verband der Krankenversicherten Deutschlands e. V. (VKVD) informiert deshalb die Krankenversicherten der gesetzlichen Krankenkassen über die Laborreform, über die möglichen Auswirkungen auf die Patienten und über Wege, sich zur Wehr zu setzen.

Die Zahl der von den niedergelassenen Ärzten in den beiden ersten Monaten seit der Laborreform in Auftrag gegeben speziellen Laboruntersuchungen ist nach ersten Beobachtungen um über 50Prozent zurückgegangen. Dies kann nur dahingehend interpretiert werden, dass entweder medizinisch notwendige Leistungen verweigert wurden und werden oder bisher von den Ärzten nicht notwendige Laboruntersuchungen erbracht wurden, weil sie daran verdienten.

Um sicherzustellen, dass die Versicherten die notwendigen Leistungen erhalten, wird in einem Informationsblatt: "Laboruntersuchungen der Arztpraxis" den Versicherten der GKV
aufgezeigt,

- welches Recht auf Laborleistungen sie haben,
- dass der Arzt ein Laborhonorar erhält, auch wenn er keine Laboranalysen abrechnet,
- dass der Arzt über zwei Laborkostenbudgets verfügt, bei deren Überschreitung ihm das Honorar gekürzt wird,
- welche Wege sie beschreiten können, wenn sie glauben, der Arzt habe nicht die notwendigen Laboruntersuchungen veranlasst.

Weiterhin informiert das Infoblatt über Ausnahmen bei besonderen Erkrankungen, z. B. Diabetes, Niereninsuffizienz, HIV-Infektionen. Eine spezielle Hilfe bietet der VKVD allen Versicherten an mit der Telefonnummer: 0190 / 50 00 07 ( 1,21 DM/min) von Montag bis Freitag 9.00 - 18.00 Uhr.

Das Infoblatt und weitere Informationen können beim VKVD angefordert werden.


Quelle und Kontaktadresse:
(VDKV)
E-Mail: VKVD-@t-online.de
Internet:
(dvf)