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Pressemitteilung

Hundt: Green Card für IT-Spezialisten ist besser als ihr Ruf

(Berlin) - Mit der Green Card für IT-Spezialisten ist ein wichtiger Anfang für die Zuwanderung von qualifizierten ausländischen Arbeitskräften gemacht. Diesem muss jetzt ein Gesamtkonzept für eine moderne Zuwanderungspolitik folgen, und zwar möglichst noch in dieser Legislaturperiode, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Dr. Dieter Hundt, in Berlin.

Wer angesichts von 5000 Spezialisten, die ein halbes Jahr nach Inkrafttreten der erleichterten Bedingungen für die Anwerbung ausländischer IT-Fachleute nach Deutschland gekommen sind, von einem „Flop“ der Green Card spricht, hatte überzogene Erwartungen. Niemand konnte ernsthaft annehmen, dass innerhalb kürzester Zeit Zehntausende dieser international umworbenen Fachkräfte nach Deutschland kommen. Vor Inkrafttreten der erleichterten Zugangsmöglichkeiten stand dem deutschen Arbeitsmarkt nur ein Bruchteil entsprechend qualifizierter Experten zur Verfügung. Es zeigt sich, dass gerade der Mittelstand von den Verfahrenserleichterungen besonders profitiert, sagte Hundt. Hier leisten die Fachleute aus Osteuropa und Indien einen wichtigen Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen IT-Branche.

Die Green Card-Regelung hat positive Folgen für den inländischen Arbeitsmarkt und das Ausbildungsverhalten der Unternehmen. Die Arbeitsämter verzeichnen verbesserte Vermittlungsergebnisse in diesem Bereich. Mit über 25.000 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen in den IT- und Medienberufen ist ein neuer Rekord erzielt worden, der über die im Bündnis vereinbarten Zielmarken hinaus geht, sagte Hundt.

Insgesamt ist das Verfahren bei der Erteilung der Green Cards zügig und unbürokratisch. Allerdings ist es nach wie vor unbefriedigend, dass den Spezialisten aus Osteuropa oder Indien noch keine Perspektive für einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland gegeben werden kann. Die Befristung auf fünf Jahre ist ein großer Mangel unserer Green Card. Im Rahmen eines Gesamtkonzepts arbeitsmarktbezogener Zuwanderung müssen wir die Option für einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland öffnen. Im übrigen darf ein solches Konzept nicht auf die IT-Branche beschränkt bleiben. Wir brauchen schon heute in vielen Branchen und in Zukunft noch vermehrt Arbeitskräfte aus dem Ausland, wenn wir auch bei einer abnehmenden und älter werdenden inländischen Bevölkerung wettbewerbsfähig bleiben wollen. Zugleich müssen wir aber den ungesteuerten Zuzug nach Deutschland deutlich begrenzen.


Quelle und Kontaktadresse:
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA)
Breite Str. 29
10178 Berlin
Telefon: 030/20330
Telefax: 030/30331055
E-Mail: info@BDA-Online.de
Internet: www.bda-online.de
(dvf)