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Pressemitteilung

Für eine gute digitale Gesundheitsversorgung / vzbv fordert: Transparenz und Qualität gewährleisten

(Berlin) - Aktuelle Befragung zeigt: Patienten befürworten Digitalisierung der Gesundheitsversorgung - aber nicht um jeden Preis.
- Patienten wollen selbst bestimmen, was mit ihren Daten passiert.
- vzbv fordert: Digitalisierung vorantreiben, Patienten einbeziehen und Transparenz schaffen.

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Politik, Gesundheitswirtschaft, Krankenkassen, Ärzteschaft, und Verbraucherschutz diskutiert der vzbv auf einer Tagung am 19. Oktober über die Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung. Im Fokus stehen dabei Bedürfnisse der Patienten und Anforderungen an einen erfolgreichen Digitalisierungsprozess.

"Patienten brauchen Orientierung hinsichtlich der Qualität neuer digitaler Angebote. Dafür sind verlässliche Regeln und Transparenz unerlässlich. Patienten müssen verstehen können: Welche Angebote gibt es und welche sind wirklich nützlich?", so Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

E-Health würde viele Chancen bieten, die Patienten Vorteile bringen können, etwa durch eine schnelle und bedarfsgerechte Versorgung der Patienten, Zeitersparnis und bessere Kommunikation mit dem Arzt: "E-Health hat das Potential für eine ergänzende oder alternative Versorgung, etwa über Fernbehandlungen. Das schafft Wahlfreiheit und verkürzt lange Wege, etwa für Patienten im ländlichen Raum", so Klaus Müller.

Für ergänzende innovative digitale Ansätze der Diagnostik und Behandlung bräuchte es aber verlässliche Regeln. Das gelte sowohl für die Qualität digitaler Angebote als auch für den Schutz der Patientendaten. "Der vzbv unterstützt die digitale Entwicklung im Gesundheitsbereich, wenn gewohnte analoge Versorgungsangebote auch weiterhin bestehen bleiben", so Müller.
Patienten für digitale Lösungen - aber nicht um jeden Preis

Die Digitalisierung im Gesundheitsbereich trifft auch auf Zustimmung der Patienten: In entsprechenden forsa-Fokusgruppen zum Thema "Digitalisierung der Gesundheitsversorgung" vom Juli 2016 geben Dreiviertel der Befragten an, sie würden den Trend begrüßen. Auch der Schutz ihrer Daten ist für die Befragten ein wichtiges Thema, wenngleich die Zweifel überwiegen, dass sie als Nutzer die Autonomie über ihre Daten haben oder behalten werden.

Bei einer im September 2016 vom vzbv beauftragten repräsentativen Befragung durch TNS Emnid sagte gut die Hälfte (54 Prozent) der Befragten, dass sie Zugang zur ärztlichen Dokumentation über eine elektronische Patientenakte haben möchten.
Bessere Versorgung und mehr Wahlfreiheit

Fernbehandlungen über Telefon, Video- oder Online-Sprechstunde können Patienten sowie dem gesamten Gesundheitswesen einen Mehrwert bringen. "Es hängt viel von den Rahmenbedingungen und Anreizen im Honorarsystem ab, ob Apps und digitale Anwendungen rasch eine positive Rolle in der Gesundheitsversorgung spielen", so Müller.

Die digitale Gesundheitsversorgung ändert aber nicht nur Möglichkeiten der gesundheitlichen Versorgung, sondern auch die Rolle der Patienten - weg vom passiven Leistungsempfänger hin zum aktiven Patienten, der Transparenz und Mitsprache einfordert

Quelle und Kontaktadresse:
vzbv Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
Pressestelle
Markgrafenstr. 66, 10969 Berlin
Telefon: (030) 258000, Fax: (030) 25800218
E-Mail: presse@vzbv.de
Internet: www.vzbv.de
(dvf, cl)