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Pressemitteilung

Deutscher Caritasverband und 16 andere Organisationen fordern nachhaltige und solidarische Corona-Konjunkturprogramme

(Berlin) - Deutsche und französische Organisationen der Zivilgesellschaft, unter ihnen der Deutsche Caritasverband, fordern in einem heute veröffentlichten gemeinsamen Appell: Die europäischen und nationalen Konjunkturprogramme zur Stützung der Wirtschaft nach dem Coronaschock müssen mehr Solidarität innerhalb der EU schaffen, den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft beschleunigen und unsere Gesellschaften widerstandsfähiger gegen Krisen machen.

Die 17 Unterzeichner - unter ihnen auch der Deutsche Naturschutzring, WWF Deutschland und WWF France, Action contre la faim - fordern ihre beiden Regierungen auf, sich mit Nachdruck dafür einzusetzen. Am morgigen Mittwoch wird die Europäische Kommission die EU-Pläne für den Wiederaufbau bekanntgeben.

Konjunkturprogramme als große Chance
Die Konjunkturprogramme, die jetzt auf nationaler und EU-Ebene aufgelegt werden "sind eine große Chance, den grünen Übergang zu beschleunigen", so die gemeinsame Erklärung. "Sie stellen jedoch auch ein großes Risiko dar: Wenn Regierungen das Geld nicht für klimaschonende und umweltfreundliche Geschäftsmodelle und eine umwelt-verträgliche Infrastruktur verwenden, besteht die reale Gefahr einer Zementierung CO2-intensiver Wirtschaftsmodelle".
Der deutsch-französische Vorschlag für einen Europäischen Wiederaufbaufonds ist ein positiver erster Schritt, erkennen die Unterzeichner an. Sie erheben weitere Forderungen für die Bereichen Industrie, Mobilität, Landwirtschaft und soziale Gerechtigkeit.
"Von der Klimakrise sind die verletzlichsten Gruppen in der Gesellschaft betroffen, genauso wie sie in Deutschland, in Europa und weltweit am meisten unter der Covid-19-Pandemie leiden", so Caritas-Präsident Peter Neher. "Die Coronakrise zeigt schmerzlich: wir müssen eine widerstandfähigere, solidarischere Gesellschaft gestalten. Dazu gehört die Verbesserung der sozialen Gerechtigkeit, die gezielte Unterstützung der Ärmsten, die Gleichstellung zwischen Männern und Frauen".

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Caritasverband e.V. - Berliner Büro
Pressestelle
Reinhardtstr. 13, 10117 Berlin
Telefon: (030) 2844476, Fax: (030) 28444788
E-Mail: pressestelle@caritas.de
Internet: www.caritas.de/
(dvf, ds)