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Pressemitteilung

Der Markt für Lampen und Leuchten wächst mit der Elektronik Neue Messe light + building erfolgreich in Frankfurt gestartet

(Frankfurt/M.) - Der deutsche Lichtmarkt ist von einer fortschreitenden internationalen Verflechtung gekennzeichnet. Die global operierenden Lampenhersteller sind bereits seit langem mit eigenen Produktionsstätten auf den wichtigsten Märkten international vertreten. Die Hersteller von Lampen-Betriebsgeräten, besonders von Vorschaltgeräten für Entladungslampen, sind ebenfalls auf den internationalen Lichtmärkten präsent. Jetzt findet auch eine zunehmende Integration der Leuchtenindustrie in Europa und anderen internationalen Standorten statt. Ein ständig wachsender Anteil des in Deutschland erwirtschafteten Umsatzes mit elektrischen Leuchten stammt daher aus Eigenimporten der Industrie.

In 1999 ist das Produktionsvolumen der deutschen Leuchtenindustrie erstmals seit 1993 wieder über die Marke von 5 Mrd. DM gestiegen ( + 1 Prozent gegenüber Vorjahr). Gleichzeitig ist jedoch der Außenhandel mit elektrischen Leuchten kräftig gewachsen. So sind seit 1996 die Leuchtenexporte um 33 Prozent gestiegen, die Einfuhren haben sich in gleichem Maß um circa 30 Prozent erhöht. Die inländische Marktversorgung liegt mit rund 5.1 Mrd. DM 1999 um knapp 3 Prozent über Vorjahr. Der deutsche Leuchtenmarkt wird jetzt zu 40 Prozent aus Importen versorgt.

Impulse zur Marktentwicklung erhält die Leuchtenindustrie aus der Bautätigkeit sowie aus der privaten Konsumneigung, der Investitionsbereitschaft der gewerblichen Wirtschaft und schließlich aus der Finanzkraft der öffentlichen Haushalte. Die „Großbaustelle Berlin" und andere spektakuläre Bauobjekte sind zwar eindrucksvolle Umsatzträger für die Lichtindustrie, sie bringen aber den Gesamtmarkt kaum in Bewegung. Die anhaltend rückläufigen Genehmigungen für den Wohnungsbau (- 8 Prozent 99 gegenüber Vorjahr) finden ihren Niederschlag in der reduzierten Produktion von Wohnraumleuchten (- 4,5 Prozent).



Gerade bei dekorativen Leuchten gibt es eine hohe „Dunkelziffer" durch die nicht von der Statistik erfasste Produktion, die aus einer Vielzahl von kleinen handwerklichen Unternehmen, auch von Manufakturen oder Agenturen stammen. Der Anteil der Wohnraumleuchten am gesamten Leuchtenmarkt ist gemäß amtlicher Statistik in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf nur mehr 23 Prozent (1999) zurückgegangen. Statistisch gesehen kommt jede zweite in Deutschland verkaufte Wohnraumleuchte heute aus dem Ausland.

Im Bereich der technischen Beleuchtung, d.h. Licht für Verwaltung, Industrie sowie für öffentliche Beleuchtung und Kulturbauten finden qualitative Veränderungen statt, die sich im Marktvolumen nicht sichtbar widerspiegeln. Die Impulse werden hier gesetzt durch die Anforderungen an Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit. Gleichzeitig ermöglichen die innovativen Lichtquellen neue Leuchtengeometrien und zusätzliche Designvarianten. Ein aktuelles Beispiel aus der Branche sind abgehängte Leuchten für Leuchtstofflampen meist in der sogenannten T5-Generation zum Betrieb an Elektronischen Vorschaltgeräten (EVG). Diese Beleuchtung ermöglicht neben einem Höchstmaß ästhetisch anspruchsvoller Lösungen die wahlweise Mischung aus Direkt- und Indirektanteilen der Lichtführung. Die zunehmende Akzeptanz der Internetkommunikation erschließt weitere Arbeitsplätze für die blendungsfreie Beleuchtung am Bildschirm.

Der deutsche Markt für elektrische Lampen zeigt trotz einer befriedigenden Mengenentwicklung einen anhaltenden Erlösverfall und damit für die Anbieter eine unbefriedigende Marktlage. Von den in Deutschland jährlich verkauften rund 470 Mio. Lampen (Stück!) für die Allgemeinbeleuchtung, d.h. ohne Fahrzeuglampen und Lampen für technische Spezialanwendungen, entfallen

noch immer drei Viertel auf Glühlampen und nur ein Viertel auf die wirtschaftlicheren Entladungslampen. Innerhalb des Glühlampensegments wachsen allerdings die leistungsfähigeren Halogenlampen seit Jahren und in jüngster Zeit verstärkt zweistellig. Ebenfalls ein deutlich höheres als das durchschnittliche Wachstum zeigen die innovativen Kompaktleuchtstofflampen vorzugsweise die hocheffizienten Typen für EVG-Betrieb. Der Lampenmarkt ist nach wie vor in fast allen Artikelgruppen sehr innovativ. Dies gilt für:

• Halogenlampen in Schraub- und Steckfassungen für Netzspannung

• T5-Leuchtstofflampen

• Kompaktlampen in Schraub- und Steckversion

• Halogen-Metalldampflampen mit Keramikbrenner

• Langlebige Natriumdampflampen.



Interessant besonders für die öffentliche Beleuchtung mit regelmäßigen Wartungsintervallen sind die verlängerten Lampenlebensdauern bis zu 16.000 Stunden. Damit kann der in der Außenbeleuchtung aufwendige Lampenwechsel auf bis zu 4 Jahre gestreckt werden.

Die ZVEI-Fachverbände der Lichtindustrie weisen darauf hin, dass angesichts der erzielten Wachstumspotentiale für energieeffiziente Beleuchtungen Produktverbote für „alte" Technologien völlig unangebracht sind. Im Geschäftsgang zwischen EU-Kommission und Europäischem Parlament „hängt" zur Zeit noch der Richtlinienentwurf zum Verbot magnetischer Vorschaltgeräte. Angesichts zahlreicher Sonderanwendungsgebiete, in denen nach heutiger Technik Leuchten nur mit magnetischen Vorschaltgeräten betrieben werden können, z.B. beim Einsatz in extremen Temperaturbereichen oder in aggressiver Atmosphäre, wäre das vom Parlament bevorzugte Totalverbot ein wirklichkeitsfremder Willkürakt. Auch ohne gesetzgeberische Eingriffe haben sich EVG einen ständig stärker wachsenden Marktanteil erobert.

Elektronische Betriebsgeräte der Lichttechnik haben neben der höheren Wirtschaftlichkeit weitere Vorteile zum Betrieb von Lampen im sogenannten Lichtmanagement. Nach der internationalen Norm IEC 929 wurde eine digitale Schnittstelle für EVG definiert. Diese Schnittstelle unter dem Namen DALI (Digital Addressable Lighting Interface) wurde geschaffen, um den Anforderungen, die an eine moderne effiziente und flexible Lichtsteuerung gestellt werden, gerecht zu werden. Die Zielsetzung liegt hier in der Steuerung von Licht in einem Raum oder in kleinen Gebäudeteilen. Ein DALI-System ist also ein selbständiges System, das Licht mit allen daran beteiligten Komponenten in einem Raum steuert und auch wenn nötig Informationen mit einem übergeordneten Gebäudemanagementsystem mittels Gateway austauschen kann. Damit sind zugleich zentrale Schaltfunktionen oder auch Abfragen, wie zum Beispiel über Lampenausfälle möglich. Die führenden europäischen EVG-Hersteller haben sich jetzt zur gemeinsamen Vermarktung des DALI-Systems in einer ZVEI-Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Damit wird die Brücke geschlagen zum zentralen Marketingthema der Branche, nämlich Lichttechnik als integraler Bestandteil der Gebäudetechnik, besser: Technik im Gebäudemanagement oder modern gesprochen: Facility Management. Die Konzeption der neuen Messe light + building, entwickelt von der Messe Frankfurt gemeinsam mit den Fachverbänden des VDMA und des ZVEI, erfüllt die Anforderungen des Marktes in idealer Weise.

Licht, Elektrotechnik, Gebäudeautomation sowie Klima- / Lüftungstechnik spannt den weiten Bogen von der dekorativen Wohnungsbeleuchtung über Lichtmanagement bis zur elektrisch und elektronisch gesteuerten Gebäudetechnik. light + building mit dem Start im März 2000 in Frankfurt am Main vereint rund 1.800 Aussteller, davon 1.100 aus dem Bereich Beleuchtungstechnik, auf einer Ausstellungsfläche von rund 100.000 Quadratmeter netto und setzt damit vom Start weg die Voraussetzungen für ein erfolgreiches international positioniertes Marketingereignis.



Quelle und Kontaktadresse:
Pressekontakt: ZVEI, Presse und Öffentlichkeitsarbeit Stresemannallee 19, 60596 Frankfurt am Main, Postfach 70 12 61, 60591 Frankfurt am Main, Quelle: ZVEI
E-Mail: faust@zvei.org
Internet: www.zvei.org
(dvf)