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Pressemitteilung

DBV-Präsident Gerd Sonnleitner spricht vor 34. Weltbauerntag in Hannover / Für gemeinsame Spielregeln, aber gegen Gleichmacherei

(Bonn) - "Europa will und kann seine Spielregeln nicht anderen Ländern der Welt aufzwingen, aber wir brauchen Verständnis für unseren Weg des Verbraucherschutzes sowie des Tier- und Umweltschutzes", so der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, anlässlich der Eröffnung des 34. Weltbauerntages der IFAP in der Expo-Stadt Hannover. Die 300 Delegierten aus freien Bauernorganisationen aus 60 Ländern, darunter zahlreichen Entwicklungsländern, repräsentieren 500 Millionen Landwirte. Der Deutsche Bauernverband ist bereits seit 50 Jahren aktiv im Weltbauernverband tätig.

Sonnleitner erklärte, dass in Hannover die Chance genutzt werde, die Forderungen der Bauern aus aller Welt zu den laufenden Verhandlungen der Welthandelskonferenz WTO zu erarbeiten. Die Globalisierung dürfe nicht auf Gleichmacherei und Einebnung der nationalen und regionalen Interessen und Besonderheiten hinauslaufen, betonte Sonnleitner. Die Landwirte arbeiteten unter unterschiedlichen historischen und geographischen Gegebenheiten, ebenso unterschieden sich die Vorstellungen der Verbraucher in den einzelnen Ländern und Kontinenten erheblich. Die Idee einer "multifunktionalen Landwirtschaft", für die insbesondere das europäische Modell der Landwirtschaft Pate stehe, finde aber weltweit neue Freunde und Verständnis.

Die Landwirte in den Industrieländern und in den Entwicklungsländern hätten gleichermaßen ein Interesse daran, dass sich WTO nicht länger ausschließlich mit Handelsfragen auseinandersetze, sondern auch ein internationales Regelwerk für den Verbraucherschutz, Tierschutz und Umweltschutz erarbeite. Andernfalls dürfe es keinen neuen WTO-Abschluß geben, forderte Sonnleitner.

Für die Entwicklungsländer seien besonders auch Verbesserungen bei den Landpachtregelungen, beim Zugang zum Boden, bei der Kreditpolitik sowie in der Infrastruktur von entscheidender Bedeutung. Nur mit breit angelegten Lösungsansätzen ließen sich Fortschritte im Kampf gegen den Hunger erreichen. Nirgendwo dürften die nationalen Regierungen die WTO-Verhandlungen als Alibi nutzen, um zu Hause gegenüber der Landwirtschaft und den ländlichen Regionen die Hände in den Schoß zu legen.


Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband (DBV), Geschäftsstelle Bonn: Telefon: 0228 / 8198 - 239, Telefax: 0228 / 8198 - 231, Geschäftsstelle Berlin: Telefon: 030 / 319 04 - 239, Telefax: 030 / 319 04 - 431
E-Mail: presse@bauernverband.de
Internet: www.bauernverband.de
(dvf)