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Pressemitteilung

Bundesregierung legt Aktionsprogramm zu Innovation und Arbeitsplätzen in der Informationsgesellschaft vor / Deutschland soll Nummer 1 in Europa werden

(Bonn/Berlin) - Vor 50 Jahren tagte zum ersten Mal das Bundeskabinett. Aus diesem Anlass hat die Bundesregierung mit dem Aktionsprogramm "Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts" bei der heutigen Kabinettsitzung zukunftsorientierte und wegweisende Ziele beschlossen.

"Diese Bundesregierung legt als erste ein Programm vor, das konkrete Zielvereinbarungen und entsprechende Aktionen für den Weg Deutschlands in die Informationsgesellschaft enthält. Mit diesen Zielen und Aktionen will die Bundesregierung Deutschland in eine europaweite Spitzenposition in der Informationsgesellschaft bringen und dazu beitragen, nachhaltig neue Beschäftigungspotenziale zu erschließen." Das erklärten die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Siegmar Mosdorf, bei der Vorstellung des Aktionsprogramms.

Mit dem vorliegenden Programm legt die Bundesregierung einen übergreifenden Gesamtentwurf ihrer Politik zur beschleunigten Nutzung und Verbreitung der neuen Informations- und Kommunikationsmedien an der Schwelle zum 21. Jahrhundert vor. Es bündelt die Aktivitäten der Bundesregierung für den Aufbruch in das Informationszeitalter und verfolgt folgende zentralen Ziele:

 Steigerung der Verbreitung und Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechniken in allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft; Mobilisierung und Erschließung des gesamten verfügbaren Qualifikationspotenzials von Frauen und Männern.

 Gewährleistung der Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen und gleicher Chancen von Frauen und Männern an der umfassenden Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechniken.

 Schutz der Menschenwürde, Schutz von Kindern und Jugendlichen, Schutz von Verbrauchern und des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung.

 Durchgängige Modernisierung schulischer und beruflicher Ausbildungssysteme.

 Erhaltung und Ausbau des hohen Niveaus in der Grundlagenforschung und in der Entwicklung neuartiger Anwendungen.

 Ausschöpfung der Potenziale, die mit der Entwicklung und Einführung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien für eine ökologische Modernisierung verbunden sind.

 Ausbau der informations- und kommunikationstechnischen Infrastrukturen.

 Steigerung der Verbreitung innovativer Formen der Arbeits- und Unternehmensorganisation.

 Modernisierung des Staates durch umfassende Nutzung der Informations- und Kommunikationstechniken in allen Bereichen der öffentlichen Hand.

Um Deutschland einen Spitzenplatz im digitalen Zeitalter zu sichern, sollen durch die gemeinsamen Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft innerhalb der nächsten fünf Jahre folgende konkreten Zielmarken erreicht werden. Beim Zugang zu den neuen Medien: Steigerung des Anteils der Internetabonnentinnen und -abonnenten an der Gesamtbevölkerung von 9 % im Jahr 1999 auf über 40 % im Jahr 2005.

Im Bereich von Bildung und Ausbildung: Ausstattung aller Schulen mit multimediafähigen PC und Internetanschlüssen bis zum Jahr 2001; Ausweitung des Ausbildungsvolumens in den neuen IT-Berufen bis 2003 auf 40.000 Plätze; Steigerung des Fachkräfteangebots für qualifizierte IT-Aufgaben bis zum Jahr 2005 um weitere 250.000; Steigerung des Frauenanteils an IT-Berufsausbildungen auf 40 % und des Anteils der Studienanfängerinnen an Informatikstudiengängen auf 40 % bis 2005. Bei Anwendungen und Infrastruktur: Verdopplung der Zahl der Multimedia-Unternehmen bis zum Jahr 2001; Verdopplung des Anteils der Telearbeit bis 2003; Entwicklung neuartiger breitbandiger Mobilkommunikationssysteme mit Zugriffsmöglichkeit auf multimediale Dienste zu jeder Zeit an jedem Ort bis 2005; drahtloser Internetzugang ab 2002.

Für die Modernisierung des Staates: Entwicklung einer IT-Strategie der Bundesregierung für die Informationsdienstleistungen der Bundesverwaltung bis zum Sommer 2000; breitenwirksamer Einsatz der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien in der öffentlichen Verwaltung; breite Einführung der elektronischen Steuererklärung im Bereich der Finanzverwaltung ab dem Jahr 2000; Einführung elektronischer Angebote und Vertragsabschlüsse im öffentlichen Auftragswesen ab dem Jahr 2001.

Das vorgelegte Programm ist mehr als nur ein Aktionsprogramm der Bundesregierung. Es ist das Angebot an alle gesellschaftlichen Gruppen, die Informationsgesellschaft mitzugestalten. Das Aktionsprogramm soll begonnene Diskussionen mit den Ländern, der Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften sowie die einschlägigen Gespräche im Rahmen des Bündnisses für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit nicht abschließen, sondern weitere Verabredungen und gemeinsame Maßnahmen anregen.

Der komplette Text des Aktionsprogramms steht unter www.iid.de.


Quelle und Kontaktadresse:
BMBF

Postfach22910106 Berlin
oder:
BMWI
Scharnhorststr. 36
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E-Mail:
Internet: www.bmbf.de/
(dvf)