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Pressemitteilung

Branche meldet für das vergangene Geschäftsjahr ein stabiles Ergebnis

(Bonn) - Ein insgesamt stabiles Branchenergebnis mit allerdings uneinheitlichem Verlauf in den zwei wichtigsten Teilbereichen Paletten und Kisten/Verpacken meldete die deutsche Holzpackmittelindustrie für das Geschäftsjahr 1999. Der Umsatz aller Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten erreichte 1,27 Mrd. DM (- 2 Prozent), wobei der Auslandsumsatz leicht um 3 Prozent auf 109 Millionen DM zulegen konnte. Jedoch waren die positive Entwicklung im Auslandsgeschäft sowie im Palettenbereich nicht ausgeprägt genug, um das Gesamtergebnis ganz an den Vorjahresumsatz von 1,3 Mrd. DM heranzuführen.

Bei den Kistenherstellern und Exportverpackern ging die Jahresproduktion um insgesamt 3 Prozent auf rd. 460 Millionen DM zurück. Die Exportverpacker berichteten von einem teilweise sehr schwierigen Jahr, waren aber mit dem Abschneiden unter den gegebenen Umständen zufrieden. Unübersehbar machte sich hier ein Süd-Nord-Gefälle bemerkbar, wobei die Auftragslage für die Exportverpacker an der Küste schlechter war als im Binnenland. Dies hängt u.a. damit zusammen, dass die Kunden zunehmend ihre Waren über ausländische Seehäfen wie Rotterdam und Antwerpen verschiffen, die außer einem Zeitvorteil bei bestimmten Verbindungen noch attraktive Konditionen bieten.

Erfreulich gut schnitt hingegen die Palettenindustrie ab. Die Produzenten verzeichneten nach ersten vorläufigen Ergebnissen einen Output von 47 Millionen Flach- und Boxpaletten (+ 7 Prozent) im Wert von ca. 570 Millionen DM (+ 3 Prozent). Mit 38 Millionen Paletten verblieb der Löwenanteil im Inland. 9 Millionen Paletten (+ 7 Prozent) gelangten in den Export, wobei Frankreich, die Niederlande und die Schweiz mit insgesamt 4,9 Millionen Paletten die Hauptabnehmerländer waren. Im Inland wurden alles in allem 74 Millionen Paletten verbraucht. Hierzu steuerten Polen mit 16 Millionen Stück (+ 5 Prozent) und Tschechien mit 9 Millionen (+ 11 Prozent) die größten ausländischen Kontingente bei. Der polnische Anteil an den Gesamtimporten erreichte 46 Prozent und damit weniger als im Vorjahr.

Der Start ins Jahr 2000 begann für die Branche ausgesprochen positiv. Das Geschäftsklima hat sich nach Angaben der Unternehmensspitzen deutlich verbessert und berechtigt zumindest für das erste Halbjahr zu einem guten Schuss Optimismus. Insbesondere Auftragseingang als auch Produktionsauslastung sind gestiegen und liegen klar über den Vergleichswerten des vergangenen Jahres. Die insgesamt gute Auslastung bewirkt u.a., dass die Betriebe bei den Aufträgen stärker selektieren und Aufträge nicht mehr um jeden Preis annehmen. Insgesamt erwartet die HPE-Industrie für das Jahr 2000 eine Mengen- und Umsatzsteigerung von ca. 5 Prozent. Die Zahl der Arbeitsplätze soll konstant bei 5.100 gehalten werden.

Die Hoffnung mancher Kunden, von den durch Sturm "Lothar" entstandenen Windwurfschäden durch günstigere Einkaufskonditionen profitieren zu können, wird sich derzeit nicht erfüllen. Vielmehr ist die Aufarbeitung von Windwurfholz teurer und die verwertbare Ausbeute an Schnittholz im Durchschnitt geringer als bei planmäßig eingeschlagenen Bäumen. Zudem entstanden nur regional - hauptsächlich im Südwesten Deutschlands - Schäden durch Windwurf. Auch wird einem evtl. Überangebot an Schnittholz durch Nasslagerung sowie durch die im Februar d.J. erlassene Einschlagbeschränkung entgegengewirkt. Hierdurch wird dem Prinzip der Nachhaltigkeit Genüge getan, wonach nicht mehr Holz eingeschlagen werden darf als nachwächst. Im übrigen verweist die Branche darauf, dass auch die Preise für importiertes Schnittholz aufgrund des hohen US-Dollarkurses angezogen haben.


Quelle und Kontaktadresse:
Quelle: Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung e.V.
E-Mail: office@hpe.de
Internet: www.hpe.de
(dvf)