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Pressemitteilung

Automobilzulieferer in den neuen Bundesländern auf der Überholspur

(Frankfurt) - Zehn Jahre nach der Wende hat sich die Zulieferindustrie in den neuen Bundesländern längst in den Wertschöpfungsprozeß der Automobilhersteller integriert. Dies gilt nicht nur im nationalen, sondern zunehmend auch im internationalen Maßstab. Ostdeutsche Automobilzulieferer haben sich in bestimmten Bereichen Spitzenpositionen erarbeitet, die auch international Benchmarks darstellen.

Die Erfolgsfaktoren dieser erfolgreichen Unternehmen sind vor allem die hohe Qualifikation und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter. Die ausschließlich mittelständisch strukturierte ostdeutsche Zulieferindustrie reagiert zudem äußerst flexibel auf Kundenwünsche und gilt als hoch innovativ. Dies betrifft sowohl Fertigungsbetriebe westdeutscher Unternehmen als auch - vielleicht sogar in noch höherem Maße - für in lokalem Eigentum verbliebene Betriebe. Die Unternehmen verzeichnen, nach der Deindustrialisierung zu Beginn der 90-er Jahre, ein überproportionales Wachstum bei Umsatz und Beschäftigten.

So erreichte der ausgewiesene Umsatz der ostdeutschen Automobilzulieferindustrie 1999 insgesamt 4,7 Mrd. DM, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 13 Prozent. Der Anteil des Auslandsumsatzes betrug 1999 13 Prozent, bei überproportionaler Steigerungsrate. Dieser Trend setzte sich verstärkt im Jahr 2000 fort: Im Zeitraum Januar bis Oktober stieg der Umsatz insgesamt um 15 Prozent, der Auslandsumsatz allein um 34 Prozent. In den letzten vier Jahren hat sich damit das Volumen des Auslandsgeschäfts verdreifacht. In diesen Zahlen schlägt sich die verstärkte internationale Ausrichtung der Industrie deutlich nieder.

Auch die offiziellen Beschäftigtenzahlen zeigen eine eindeutige Aufwärtstendenz. Die Zahl der Arbeitsplätze in der ostdeutschen Automobilzulieferindustrie steigt seit 1996 in zweistelligen Raten, allein 1999 um 15 Prozent auf zuletzt 15.500 Personen. Bezieht man die Vorlieferanten aus anderen Branchen mit ein, haben inzwischen deutlich mehr als 50.000 Industriebeschäftigte einen Arbeitsplatz in den Wertschöpfungsstufen der Zulieferindustrie.

Einen weiteren Schub erhält die Zulieferindustrie durch den Aufbau der Fertigungsstätten von Volkswagen und Porsche in Dresden und Leipzig. Aber auch unabhängig davon siedeln sich neue Betriebe vor allem in Thüringen und Sachsen an, wo sie von günstigen Rahmenbedingungen für Investitionen und dem hochqualifiziertem Arbeitskräftepotential profitieren.


Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Westendstr. 61
60325 Frankfurt
Telefon: 069/975070
Telefax: 069/97507261
E-Mail: info@vda.de
Internet: www.vda.de
(dvf)