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Pressemitteilung

Autokindersitze im Test / Jeder Sitz ist besser als keiner

(München) - In der Gruppe der Kinder über sechs Jahren fahren - allen gesetzlichen Vorschriften zum Trotz - 69 Prozent ungesichert im Auto mit. Dies ist einer der Gründe, warum jedes Jahr mehr als 120 Kinder als Mitfahrer im Auto getötet und fast 2500 schwer verletzt werden. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, Kinder im Auto richtig zu sichern. Der Österreichische Automobil,- Motorrad- und Touring-Club (ÖAMTC) ist jetzt der Frage nachgegangen, wie gut die angebotenen Kindersitze wirklich sind. Von den 19 getesteten Produkten haben fünf das Prädikat „sehr empfehlenswert“ erhalten, elf wurden mit „empfehlenswert“ beurteilt. Lediglich drei Sitze gelten nach Meinung des ÖAMTC nur als „bedingt empfehlenswert“.

Um die Sicherheit der Kindersitze bei einem Unfall zu testen, wurde auf der Crashanlage des ADAC jedes Produkt mehrmals einem Frontcrash bei Tempo 50 unterzogen. Zusätzlich wurde erstmals ein Seitenaufpralltest durchgeführt. Neben der Sicherheit war auch die Benutzerfreundlichkeit der Kindersitze Testthema. Über 200 Mal wurde jeder Sitz in verschiedene Fahrzeuge aus- und eingebaut. Testleiter Franz Peleska: „Ein Sitz kann im Crash noch so gut sein. Wenn man ihn nicht einfach und ohne Fehler montieren kann, nützt er in der Praxis wenig.“

Der Kindersitztest hat gezeigt, dass Kleinstkinder am besten in so genannten Babyschalen aufgehoben sind, die entgegen der Fahrtrichtung eingebaut werden. Einen wirklich guten Seitenschutz bieten nur Systeme mit stabiler Rückenschale. Dabei müssen die seitlichen Wangen den Kopf so weit überragen, dass dieser selbst bei einer Vorwärtsbewegung während des Seitenaufpralls, zum Beispiel infolge einer Notbremsung, sicher von den Wangen aufgefangen wird.

Wichtig ist es auch, dass die Eltern sowohl die Bedienungsanleitung des Fahrzeugherstellers, wie auch des Sitzherstellers genau lesen. Beim Anschnallen ist darauf zu achten, dass der Gurt stramm sitzt. Kindersitze, die unbenutzt im Auto mitgenommen werden, sollten ebenfalls immer mit dem Gurt gesichert sein, damit sie bei einem Unfall nicht unkontrolliert herumfliegen und die anderen Insassen gefährden. Die folgende Tabelle zeigt, wie die Kindersitze im Einzelnen im Test abgeschnitten haben.


Quelle und Kontaktadresse:
Quelle: ADAC
E-Mail:
Internet: www.adac.de
(dvf)