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Pressemitteilung

15.09.1999 00:00
Verbändereport

Aufgespießt: Verbände und NPO die Stiefkinder der Statistik

(Bonn/Berlin) - Historisch gilt die Gleichung: Je besser das Verbändesystem organisiert ist, desto leistungsfähiger sind Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Man denke nur an den ehemaligen Ostblock, in dem Verbandsgründungen als „Fraktionsbildung“ geahndet, ja geradezu Staatsverbrechen waren. Verbände stiften also nicht nur Nutzen für ihre Mitglieder, sondern sind auch als Intermediärinstanzen für das Funktionieren des politischen Systems unverzichtbar. Sie sind aber auch ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor in der Dienstleistungswirtschaft.
Umso mehr nimmt es daher Wunder, dass sie in keiner amtlichen Statistik erscheinen. Da findet man zwar Freiberufler, das Beherbergungsgewerbe, die Werbewirtschaft und dutzendweise andere Dienstleister - nur keine Verbände. Obwohl sie - siehe oben - in ihrer Bedeutung für das Gemeinwesen kaum zu überschätzen sind. Nach einer Untersuchung aus dem Jahre 1995 liegt die Bruttowertschöpfung des gesamten Non-Profit-Sektors bei 100 Milliarden Mark, das sind 4 Prozent des Bruttosozialprodukts. Mit einer Beschäftigungsquote von 3,7 Prozent entspricht ihre Bedeutung etwa derjenigen des Banken- und Dienstleistungsgewerbes in Deutschland. Von den rund 3 Milliarden Eigenumsatz noch einmal ganz abgesehen, den sie nach Schätzung von Roland Berger jährlich machen.
Wäre es nicht eine gemeinsame Initiative der deutschen Verbände wert, endlich auch in die laufende Berichterstattung des Statistischen Bundesamtes aufgenommen zu werden? (HM.)


Quelle und Kontaktadresse:
Verbändereport
E-Mail: martell@verbaende.com
Internet: www.verbaendereport.de
(dvf)