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Pressemitteilung

400 Millionen Mark schweres Bildungssoftware-Programm aufgelegt

(Berlin) - "Nachdem wir den Durchbruch geschafft haben, Schulen mit Computern und Internetzugängen auszustatten, will ich jetzt dafür sorgen, dass erstklassige Bildungssoftware entwickelt wird." Mit diesen Worten stellte Berlin die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, das neue Förderprogramm "Neue Medien in der Bildung" vor. Die Bundesregierung wird in den nächsten fünf Jahren für die Entwicklung von Lernsoftware für Schulen, Hochschulen und Berufsbildung 400 Millionen Mark bereitstellen.



"Wir öffnen mit dem Mausklick den Zugang zum Wissen der Welt. Unsere Kinder und Jugendlichen sollen fit sein im Umgang mit neuen Medien. Lernen mit dem PC muss zum Normalfall im Unterricht werden, egal ob in Englisch, Mathematik, Biologie oder Geographie - in jedem Fach sollte der Computer eingesetzt werden. Dafür brauchen wir dringend gute Lernsoftware. Das gilt nicht nur für die Schulen, sondern auch für Hochschulen, Berufsschulen und Betriebe. Nicht nur Auszubildende in großen Betrieben sollen die Chance haben, mit Computern umzugehen, sondern auch die kleinen und mittleren Betriebe müssen über gute Software verfügen, um ihren jungen Leuten die modernste Ausbildung zu bieten."



Bulmahn weiter: "Kinder und Jugendliche gehen heute schon selbstverständlich mit den neuen Medien um. Aber sie müssen auch lernen, die richtigen Informationen auszuwählen, sie zu bewerten und für ihre Arbeit einzusetzen.



„Ich will mit dem Programm dazu beitragen, dass Deutschland im Bereich der Lernsoftware in fünf Jahren weltweit eine Spitzenposition einnimmt." Ein Ziel des Programms sei es also, den Markt für Lernsoftware, dem weltweit dreistellige Zuwachsraten prognostiziert werden, in der Bundesrepublik Deutschland anzuregen. Bulmahn erklärte weiter, im Bereich der beruflichen Bildung werde eine erste Maßnahme bei der IT-Fachkräftequalifizierung liegen, da hier der größte Bedarf bestehe. In den Hochschulen gehe es darum, die Anwendung von neuen Medien in die Reform von Studiengängen oder neuen Abschlüssen wie Bachelor und Master einzubeziehen. Beim Lehrangebot der Zukunft spiele die Entfernung keine Rolle mehr, Studierende könnten sich die besten Kurse verschiedener Anbieter aussuchen oder ihre Examen an einer beliebigen Hochschule ablegen. Inländische und ausländische Hochschulen sollen multimediale Lehr- und Lernmodule gemeinsam entwickeln.



Das Förderprogramm ist Teil des Aktionsprogrammes der Bundesregierung "Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts".



Dem Softwareprogramm werden jetzt konkrete Ausschreibungen für die einzelnen Bereiche folgen, die ebenso wie das jetzige Programm im Internet unter der Webadresse des BMBF unter www.bmbf.de abrufbar sein werden. Das Foerderprogramm ist in den Teilen Schule und berufliche Bildung als Wirtschaftsförderung angelegt. Gefördert werden Projekte von Medienanbietern, Verlagen aber auch Museen oder Bildungsträgern, im Allgemeinen mit 50 Prozent der Entwicklungskosten. Im Schul- und Hochschulbereich wird dazu öffentlich ausgeschrieben, im beruflichen Bereich sollen es gemeinsame Vorschläge der Sozialpartner sein. Projektträger ist die GMD - Forschungszentrum Informationstechnik GmbH in Sankt Augustin.



Quelle und Kontaktadresse:
Quelle: BMBF
E-Mail:
Internet: www.bmbf.de
(dvf)