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Pressemitteilung

2014: Textilumsatz leicht gestiegen / Online-Handel nur noch mit kleinen Zuwachsraten

(Köln) - Der Umsatz mit Bekleidung sowie Haus- und Heimtextilien ist nach ersten BTE-Hochrechnungen im Jahr 2014 leicht um rund ein Prozent gestiegen. Allerdings verlief das Geschäft je nach Vertriebsform sehr unterschiedlich. Mittelständische Boutiquen und Modehäuser dürften im Durchschnitt rund ein bis zwei Prozent Umsatz verloren haben, wohingegen vertikale Modeketten vor allem auf Grund ihrer Flächenexpansion leicht zulegen konnten. Flächenbereinigt haben viele expansive Modeketten aber wohl nicht unbedingt besser abgeschnitten als die mittelständischen Fachgeschäfte.

Diese Einschätzung beruht auf einer uneinheitlichen Datenlage. Tatsächlich haben die dem BTE vorliegenden Umsatzmeldungen einzelner Berichtskreise fast durchweg ein niedriges einstelliges Umsatzplus ausgewiesen. Auch die gerade vorgelegte amtliche Umsatzstatistik für den "Einzelhandel mit vorwiegend Bekleidung" meldete für 2014 ein vorläufiges Umsatzplus von 1,3 Prozent.

Der Grund für die positive amtliche Umsatzmeldung dürfte in deren Panel-Zusammensetzung liegen. Die amtliche Statistik beruht auf einer repräsentativen und gewichteten 5-Prozent-Stichprobe. Da diese viele expansive Filialisten enthält und deren Daten nicht flächenbereinigt werden, weist sie tendenziell bessere Werte als reine Fachhandelserhebungen aus. Immerhin sind laut den letzten Umsatzsteuerstatistiken die Großunternehmen regelmäßig stärker gewachsen als kleine und mittlere Modefachgeschäfte. Und für den sehr mittelständisch geprägten "Einzelhandel mit vorwiegend Textilien", der vor allem Betten- und Haustextilgeschäfte umfasst, wies die amtliche Statistik einen marginalen Umsatzzuwachs von 0,1 Prozent aus.

Noch drastischer klafft die Entwicklung beim Versandhandel auseinander. Der BTE schätzt, dass 2014 rund drei Prozent mehr Bekleidung und Textilien per Internet verkauft wurde. Der Marktanteil der Online-Shops stieg damit auf rund 15 Prozent. Zusammen mit dem schrumpfenden klassischen Kataloggeschäft sowie dem Teleshopping stieg der Marktanteil des Distanzhandels in Deutschland damit nach BTE-Hochrechnungen auf ca. 18 Prozent. Dass dieses Segment dank E-Commerce nur leicht gewachsen ist, belegt auch die amtliche Statistik, die für den "Versand- und Internethandel mit vorwiegend Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren" im letzten Jahr ein Umsatzplus von 2,0 Prozent errechnet hat.

Auf den Bekleidungsfachhandel, zu dem auch Ketten wie H&M, C&A oder Kik zählen, entfielen rund 30 Milliarden Euro. Etwa fünf Milliarden Euro Umsatz erzielte der Fachhandel mit Heim- und Haustextilien. Der gesamte Distanzhandel kam nach BTE-Schätzungen auf knapp 11 Milliarden Euro Umsatz, davon neun Milliarden mit E-Commerce. Hinzu kommen noch einmal ca. 14 Milliarden Euro Textilumsatz der Warenhäuser, der Lebensmitteldiscounter und anderer Handelsbranchen. Insgesamt lag das Marktvolumen von Textilien und Bekleidung im Einzelhandel in Deutschland im letzten Jahr bei 60 Milliarden Euro.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels e.V. (BTE)
Pressestelle
An Lyskirchen 14, 50676 Köln
Telefon: (0221) 921509-0, Fax: (0221) 921509-10
E-Mail: info@bte.de
Internet: www.bte.de
(dvf, sy)