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Pressemitteilung

20 Jahre #BREKO - 20 Jahre "Wir bauen die Netze"

(Berlin) - Am 19. April wird der BREKO Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. 20 Jahre alt. Unter dem Namen "Bundesverband der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften" wurde der Verband im Jahre 1999 im Zuge der Liberalisierung des deutschen Telekommunikationsmarktes in Bonn gegründet.

Die Gründungsmitglieder, regionale und lokale Telekommunikationsunternehmen, haben sich zum Ziel gesetzt, sich für faire Wettbewerbsbedingungen auf dem neu geschaffenen Markt stark zu machen. Aus dem kleinen, in Bonn gegründeten Verband hat sich mittlerweile Deutschlands führender Glasfaserverband mit mehr als 320 Mitgliedsunternehmen und den drei Standorten Bonn, Berlin und Brüssel geworden.

"Die Liberalisierung des Festnetzes in Deutschland ist gerade aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen eine Erfolgsgeschichte, die auch nach mehr als 20 Jahren noch lange nicht zu Ende erzählt ist", sagt BREKO-Präsident Norbert Westfal. Durch den nunmehr eingeschlagenen Weg in die Gigabit-Gesellschaft hat sich der Markt noch einmal tiefgreifend verändert. "Wir müssen heute die digitale Infrastruktur für morgen ausbauen. Das heißt konkret: zukunftssichere Glasfaseranschlüsse, die bis ins Gebäude oder bis direkt in die Wohnung reichen. Das gelingt keinem Unternehmen in Deutschland allein, das geht nur gemeinschaftlich und mit einer Vielzahl von ausbauwilligen Unternehmen. Die BREKO-Unternehmen sind jedenfalls dazu bereit, ihren Beitrag zu leisten," unterstreicht Westfal. Die mittlerweile knapp 190 im BREKO organisierten Netzbetreiber realisieren schon heute 60 Prozent des gesamten Glasfaserausbaus in Deutschland.

"Der Netzinfrastrukturwechsel hin zur Glasfaser ist die richtige Weichenstellung und sowohl für den Festnetzausbau als auch mit Blick auf den kommenden Mobilfunkstandard 5G unverzichtbar. Für diesen sind flächendeckend verfügbare, hochleistungsfähige Glasfasernetze eine Grundvoraussetzung", so Westfal weiter.

Auch nach 20 Jahren sieht BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers den Verband und seine Mitgliedsunternehmen gut für die Zukunft gerüstet: "Aus dem BREKO-Verband ist mittlerweile der BREKO-Verbund geworden. Mit der BREKO Einkaufsgemeinschaft, die mit ihren Lösungen die Wettbewerbsfähigkeit der BREKO-Netzbetreiber weiter erhöht und der BREKO Servicegesellschaft, die unter anderem mit den Fiberdays die größte Glasfaserfachmesse im deutschsprachigen Raum veranstaltet, setzen wir nicht nur politisch und regulatorisch, sondern auch kommerziell Schwerpunkte für den gesamten Markt."

Das Jahr 2019 ist nicht nur das Jubiläumsjahr des BREKO, sondern wegweisend für den Ausbau der digitalen Infrastruktur in Deutschland. "2019 und die folgenden Jahre sind Glasfaserjahre. Die Politik hat das erkannt. Es müssen aber jetzt die richtigen Weichen gestellt werden, damit der Glasfaserausbau bis in die Gebäude in Deutschland weiter an Fahrt aufnimmt. Dazu brauchen wir ein klares Bekenntnis der Politik für den eigenwirtschaftlichen Ausbau," betont Albers. Das bereits bestehende Problem der erheblichen Kostensteigerungen im Tiefbausektor, bei gleichzeitigem Fachkräftemangel im Bereich Tiefbau und Planung, würde durch eine Flutung des Marktes mit weiteren Fördermitteln deutlich verschärft und die Geschwindigkeit und Dynamik im Glasfaserausbau insgesamt deutlich hemmen. "Wir brauchen eine den eigenwirtschaftlichen Ausbau sinnvoll ergänzende, aber nicht verdrängende Förderpolitik. Auch Instrumente zur Nachfragestimulierung (in Form sog. "Glasfaser-Voucher") können dabei helfen," so Albers weiter. Zudem sollte die Politik die Änderung des sog. DigiNetz-Gesetzes im Sinne einer Beschleunigung des Glasfaserausbaus in der Fläche schnellstmöglich umsetzen. Das Gesetz wird in seiner aktuellen Form vielfach dazu missbraucht, (zusätzliche) Glasfaserleitungen kostengünstig mitzuverlegen und damit Überbau/Doppelausbau zu erzeugen, wenn Gebiete erstmalig mit Glasfaser erschlossen (und aus diesem Grunde die Straße geöffnet wird) und hierfür öffentliche Mittel genutzt werden. "Statt volkswirtschaftlich unsinnigem Überbau steht der BREKO für Kooperationen und leistet mit der BREKO-Handelsplattform seinen Beitrag dazu", stellt Albers klar.

Der BREKO wird sein 20-jähriges Bestehen im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung "20 Jahre BREKO" am 28. November in Berlin mit hochrangigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft feiern.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO)
Pressestelle
Invalidenstr. 91, 10115 Berlin
Telefon: (030) 58580-410, Fax: (030) 58580-412
E-Mail: breko@brekoverband.de
Internet: www.brekoverband.de/
(dvf, df)