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verbaende.com
07.04.2020 09:50

Tipps und Spielregeln für die Zeit im Homeoffice - Selbstorganisation als Arbeitsnehmer*in


Die Lots Gesellschaft für verändernde Kommunikation mbH praktiziert seit 12 Monaten Homeoffice – mit festen Teamregeln. Geschäftsführer Jörg Müller hat uns die Spielregeln zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! 

Was bedeutet Homeoffice individuell?

  • Homeoffice bedeutet eine einschneidende Umstellung des Arbeitsalltags für Sie und das ganze Team.
  • Insbesondere Ihr Arbeitsumfeld und die Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen ist von Veränderungen betroffen.
  • Der Umgang mit den Herausforderungen des Homeoffice kann mit einigen Regeln und vielen kleinen Tipps und Tricks gemeistert werden.
  • Homeoffice kann eine produktive und wertvolle Erfahrung für das ganze Team sein!

Wie bleiben Sie im Homeoffice produktiv?

Trennen Sie Arbeit und Freizeit klar voneinander. Schaffen Sie sich, wenn möglich, einen feste Zeitrahmen und einen festen Arbeitsort. Vermeiden Sie Ablenkung, indem nichts alle notwendigen oder privaten Geräte, Apps und Internetseiten während der Arbeitszeit ausgeschaltet werden. Vertagen Sie alle Tätigkeiten, die zu Hause anfallen auf den Feierabend. Treffen Sie klare Absprachen mit den Menschen, mit denen Sie zusammenleben, dass Sie arbeiten und Ruhe brauchen.

Tipp: Vermeiden Sie das Schlafzimmer als Arbeitsort, um Einschlafproblemen vorzubeugen.

Stecken Sie sich klare Ziele, denn Ihr Home ist jetzt Ihr Office!

Machen Sie sich morgens wie gewöhnlich für die Arbeit fertig. Machen Sie für Mahlzeiten Pausen und wechseln Sie hierfür den Ort. Halten Sie regelmäßige Pausen ein und versuchen Sie, sich zu bewegen (mit einem Spaziergang, Yoga oder Gymnastik).

Prioritäten setzen! Verwenden Sie, je nach Aufgabenbereich, verschiedene Methoden. Eat-the-frog-Methode: das Unliebsame zuerst, um nicht ins Aufschieben zu kommen. Pareto-Prinzip: was hat gerade am meisten Einfluss auf den Erfolg?

Wie gelingt Homeoffice mit Kindern?

Auch hier gilt: Kommunikation ist wichtig!

Sprechen Sie ruhig und erklärend mit Ihren Kindern über die neue Situation. Was verändert sich? Was bleibt aber auch gleich?

Klare Absprechen mit den Kindern sind ebenfalls wichtig: Wie lange arbeiten Sie? Wann haben Sie wieder Zeit für sie?

Treffen Sie, wenn möglich, Absprachen mit Ihren Partner*innen und anderen Betreuungspersonen. Wer ist wann für die Betreuung zuständig?

Kommunizieren Sie Ihre Situation auch an Arbeitgeber und das Team. Sprechen Sie bei drohendem Verzug hinsichtlich Deadlines und Terminen frühzeitig Alternativen ab.

Fünf Tipps für den Alltag im Homeoffice mit Kindern. 

Geben Sie einander, Kindern und Betreuungspersonen Anerkennung und Wertschätzung für die Unterstützung und die geleistete Arbeit.

Bewahren Sie Ruhe, wenn Pläne mit den Kindern nicht aufgehen oder nicht auf Anhieb klappen. Sie geben Ihr Bestes.

Das Internet bietet viele Ideen für Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder allen Alters, lassen Sie sich inspirieren. Wenn Kinder alt genug sind, ermuntern Sie sie zu Eigenständigkeit und Selbstbeschäftigung.

Gestalten Sie mit Ihren Kindern ein „Kinderbüro“ (z. B. via Papplaptop, altem Handy und einem Locher mit buntem Papier) – so haben sie die Möglichkeit, es Ihnen gleichzutun.

Kommunizieren Sie denjenigen gegenüber, mit denen Sie telefonieren ganz transparent, dass Sie Kinder haben, die im Hintergrund ggf. zu hören sind. Entschuldigen Sie sich nicht dafür, aber bedanken Sie sich für das Verständnis.

Wie gelingt Homeoffice, wenn beide Partner*innen zuhause arbeiten?

Treffen Sie klare Absprachen: Wer arbeitet wann und wo?

Beide sollten sich beim Arbeiten wohlfühlen und konzentrieren können: Telefonieren Sie in unterschiedlichen Räumen. Wechseln Sie sic mit dem Lieblingsplatz ab.

Wenn eine*r von beiden Freizeit hat, sollte die andere Person nicht abgelenkt werden.

Tipp: Planen Sie Pausen zusammen und verbringen in diesen etwas Quality Time zusammen.

Das Wichtigste ist: Bleiben Sie im Austausch über Ihr Befinden und Ihre Bedürfnisse! Passen Sie, wenn nötig, den Plan an und unterstützen Sie sich, so weit es geht!

Wie können Sie soziale Isolation umgehen?

Sorgen Sie für Austausch über die digitalen Kanäle wie Telefon, Videoanruf oder Chat und Mail.

Während der Arbeitszeit können Sie sich mit Kolleg*innen austauschen. Nach Feierabend ist aber auch der Kontakt zu Freund*innen und Familie wichtig.

Dabei ist es wesentlich, dass Sie zwischen inhaltlich oder terminlich notwendigen Absprachen und dem ebenso wichtigen Bedürfnis nach Kontakt unterscheiden.

Eine Möglichkeit wäre eine regelmäßige (tägliche –wöchentliche) Runde, in der Sie im Team Geschehnisse oder Gefühle, intensiv oder banal, austauschen können.

Tipp: Fragen die Sie im Team austauschen können:

  • Was war heute los?
  • Wie geht’s mir gerade?
  • Was habe ich geschafft?
  • Womit bin ich zufrieden? Was fehlt mir gerade?
  • Wie komme ich allein zurecht?
  • Was tue ich mir nach Feierabend noch Gutes?
  • Worauf freue ich mich am meisten?

Wie bleiben Sie in Kontakt mit Ihren Kolleg*innen?

Stellen Sie klare Kommunikationsregeln auf:

  • Wer ist wann erreichbar?
  • Gibt es feste Zeiten, in denen alle erreichbar sein müssen?
  • Gibt es feste Termine für digitale Meetings?
  • Wann und wofür wird welcher Kanal benutzt? (E-Mail für Informationsaustausch, Chat für Absprachen, Telefon für Dringliches etc.)

Klare Regeln ermöglichen ein harmonisches und produktives Miteinander im Team.

Eine faire und wertschätzende Feedbackkultur ist wichtig.

  • Bleiben Sie konstruktiv und respektvoll im Umgang miteinander.
  • Stellen Sie Ihr Gegenüber nicht bloß.
  • Vermeiden Sie Missverständnisse der schriftlichen Kommunikation.
  • Bei kritischen oder sensiblen Themen, suchen Sie den direkten Kontakt. Greifen Sie lieber zum Telefon, anstatt in den Gruppenchat zu schreiben!

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