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verbaende.com
10.06.2015 08:23

Mehr Verbände in Deutschland


Der „Verbandsmarkt” boomt in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Deutscher Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM) und Deutschem Verbände Forum – verbaende.com. „Zwar flacht sich die Zunahme in den letzten beiden Jahren leicht ab, aber durchschnittlich entstehen fast 200 Verbände pro Jahr”, sagt Tim Richter, der die Zahlen zusammengetragen hat. Zu Ende 2014 werden knapp 16.000 haupt- und nebenamtlich geführte Verbände gezählt.

Zu den Verbänden zählen auch die Kammern, Innungen und andere Körperschaften des öffentlichen Rechts. Von den rund 588.000 eingetragenen Vereinen zählt die DGVM exakt 15.790 Verbände. Etwa 8.700 Verbände verfügen über eine hauptamtliche Geschäftsführung. Von diesen sind wiederum ein wenig mehr als 2.200 beim Deutschen Bundestag akkreditiert und stehen in der sogenannten „Lobbyliste“. Ende 2014 haben mehr als 1.500 Verbände ihren Erst- oder einen Nebensitz in Berlin. Grundsätzlich hat sich die Anzahl der Verbände in Deutschland stetig erhöht.

Die zunehmende Komplexität vieler Branchen sowie das differenzierte Anforderungsprofil der jeweiligen Mitglieder dürften die wesentlichen Triebfedern dieser Entwicklung sein.

Jahr absolut Veränderung ggü. Vorjahr
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1990 10.148  
1992 10.103 -0,44%
1994 10.635 5,27%
1996 10.912 2,60%
1998 11.311 3,66%
2000 11.479 1,49%
2002 11.947 4,08%
2004 12.538 4,95%
2006 13.737 9,56%
2008 14.316 4,21%
2010 15.070 5,27%
2012 15.538 3,11%
2014 15.790 1,62%

(Daten: Deutsches Verbände Forum - verbaende.com & Deutsche Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM), Tim Richter, Schätzung. April 2015.)

Entlang der „Rheinschiene“ (Düsseldorf bis Rhein-Main) gibt es die meisten Verbände.  Zum einen liegt es daran, dass hier traditionell (Bonn/Köln) viele Verbände ihren Sitz haben und behalten. Zum anderen sind die Landeshauptstädte Düsseldorf, Mainz und Wiesbaden wichtige Verbandsstandorte, deren gleiche Nähe sowohl zur Bundeshauptstadt Berlin wie auch nach Brüssel und Straßburg ausschlaggebend sind. Für die Rhein-Ruhr Gegend, das Rheinland (Köln/Bonn) und Frankfurt kommt die gute Erreichbarkeit (Bahn, Flugzeug) hinzu.

Dabei macht die DGVM darauf aufmerksam, dass mit den haupt- und nebenamtlichen Verbänden diejenigen Organisationen gemeint sind, die als Branchen-, Fach- oder Wirtschaftsverbände, Berufsverbände, Sozialverbände, Wohlfahrtsverbände, Jugendverbände, Sportverbände sowie andere Verbände mit überwiegend überregionaler Bedeutung sind. „Das grenzen wir von den klar ehrenamtlich geführte Vereine mit lokalem Wirkungskreis wie z.B. Sportvereine, Brauchtumsvereine, Gesangsvereine, Hilfsvereine sowie Ortsvereine und Bezirksgruppen, ab“, so Richter.

Die Deutsche Gesellschaft für Verbandsmanagement e.V. (DGVM) ist die größte Querschnittsorganisation für hauptamtlich geführte Verbände in Deutschland. Hauptaufgabe der DGVM ist es, Führungskräfte und Mitarbeiter der Verbände in der täglichen Praxis zu unterstützen, neue Impulse und Ideen zu liefern sowie den Erfahrungsaustausch über alle Verbandsgrenzen hinweg zu moderieren. Gleichzeitig hat sich die DGVM als "Verband für Verbände" das Ziel gesetzt, den Nutzen verbandlicher Interessenvertretung gegenüber der Öffentlichkeit, den Medien und der Politik sowie anderen Meinungsbildnern aktiv darzustellen.

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