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verbaende.com
15.02.2015 16:36

Ehrlicher Makler der Mitgliederinteressen / Verbände als Moderator der Entwicklung


Mit der Erkenntnis, dass Veränderung auch in der eigenen Organisation notwendig ist, schießt zudem das Thema „CSR und gesellschaftliche Verantwortung“ von null auf 16 Prozent. „In den heutigen Zeiten müssen Verbände verantwortungsvoller mit ihren Ressourcen umgehen. Für Eitelkeiten darf kein Platz bestehen“, formuliert Stephan Hirsch von der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen.

Dass Corporate Social Responsibility (CSR) als soziale Mitverantwortung auch in der Verbandswelt ankommen wird, legt die Befragung nahe, genauso wie wohl auch die Fragen der „sauberen und ehrlichen“ Interessenvertretung und damit des verantwortungsvollen Austausches mit den relevanten Anspruchs- bzw. Interessengruppen in Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung weiter in den Vordergrund verbandlichen Handels rücken werden.

„Von der reinen Lobby-Vereinigung über den Dienstleister in Sachen Beratung nun verstärkt hin zur ‚Klammerfunktion‘ für die Branche, die gemeinsame Interessen schlagkräftig vertritt. Eine gute Entwicklung“, betont Armin Juncker vom Verband Deutscher Großbäckereien e.V.

Klar bekennen sich die Verbände zu ihrer Rolle in einer pluralistischen Demokratie. „Die Verbandslandschaft ist ein wichtiger Teil unserer Demokratie. Verbände stehen nicht für Einzelinteressen, sondern für eine
Gemeinschaft, die um einen Kompromiss in der Sache gerungen hat. Wir Lobbyisten und Expertinnen in den Interessenvertretungen moderieren den Prozess der Meinungsbildung und vermitteln das Ergebnis. Das ist eine ehrenvolle Aufgabe, die uns immer wie- der beflügelt“, freut sich Dr. Viola Bronsema von BIO Deutschland.

Ähnlich sieht es Wolfgang Drechsler von den Unternehmerverbänden Südhessen, der eben keinen bloßen Selbstzweck sieht: „Sie haben eine im Grundgesetz verankerte Aufgabe und sind unverzichtbar für das Funktionieren und die Zukunft unserer Gesellschaft, weil sie Interessen bündeln und artikulieren“.

Überhaupt sehen die Führungskräfte der DGVM-Mitgliedsverbände in Kooperation, Moderation und partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit allen Beteiligten das Hauptbetätigungsfeld: Der Verband „agiert dabei als Ratgeber. Er ist die Plattform, auf der die verschiedenen Player an einen Tisch kommen. Er fördert die Diversifizierung von Partnern, um Produktvielfalt und Innovation zu steigern und damit einen gesunden und fairen Wettbewerb zu fördern. Er schafft Transparenz, ebnet den Weg“, fasst Hans-Ingo Biehl vom Verband Deutsches Reisemanagement e.V. treffend zusammen.

Für die Befragung wurden die Führungskräfte der über 300 in der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM) organisierten Verbände befragt. (tr)