Deutsches Verbände ForumDas Informationsportal über & für Verbände

In Kooperation mit dem Netzwerk der

In Kooperation mit dem Netzwerk der

dgvm

Deutsches Verbände ForumInformationsportal über
& für Verbände

verbaende.com
22.07.2014 17:09

Internationaler Kongress zur Zivilgesellschaftsforschung


Mit Blick auf die zahlreichen jungen, oft instabilen Demokratien beispielsweise in Osteuropa hat die Politikwissenschaftlerin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), Prof. Dr. Annette Zimmer, die Bedeutung einer wachsenden und funktionierenden Zivilgesellschaft unterstrichen. "Jüngere Erkenntnisse aus der Wissenschaft und theoretische Konzepte verweisen auf eine bedeutsame Rolle von Zivilgesellschaft für den demokratischen Konsolidierungsprozess", sagt die Expertin für Zivilgesellschaftsforschung am Institut für Politikwissenschaft (IfPol). Für die Demokratisierung eines Landes sei die "Kontrolle von unten" durch die Bürger äußerst wichtig. 

Mit Blick auf die zahlreichen jungen, oft instabilen Demokratien beispielsweise in Osteuropa hat die Politikwissenschaftlerin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), Prof. Dr. Annette Zimmer, die Bedeutung einer wachsenden und funktionierenden Zivilgesellschaft unterstrichen. "Jüngere Erkenntnisse aus der Wissenschaft und theoretische Konzepte verweisen auf eine bedeutsame Rolle von Zivilgesellschaft für den demokratischen Konsolidierungsprozess", sagt die Expertin für Zivilgesellschaftsforschung am Institut für Politikwissenschaft (IfPol). Für die Demokratisierung eines Landes sei die "Kontrolle von unten" durch die Bürger äußerst wichtig.

In Ländern wie Rumänien, Bulgarien oder der Türkei komme es deshalb in den kommenden Jahren nicht nur auf gute staatliche Vorgaben wie beispielsweise ein intaktes Rechtssystem an. Nicht minder wichtig sei eine Zivilgesellschaft, "die sich frei entfalten kann, damit die Demokratie hält und wächst," ergänzt Katharina Obuch, die derzeit die Zivilgesellschaft in "defekten" Demokratien am Beispiel Nicaraguas untersucht. Als defekte Demokratien werden Länder bezeichnet, die formal demokratische Strukturen haben und gleichzeitig Defizite bei Rechtsstaatlichkeit, politischer Freiheit und Bürgerrechten.

Mit diesen und anderen Themen rund um das bürgerschaftliche Engagement beschäftigen sich mehr als 600 Wissenschaftler aus 60 Ländern vom 22. bis 25. Juli beim 11. Weltkongress der "International Society for Third Sector Research (ISTR)". Annette Zimmer und ihr Team am IfPol richten das Treffen der internationalen Fachgesellschaft für Forschungen zu Zivilgesellschaft und Nonprofit-Organisationen unter dem Motto "Civil Society and the Citzen" (Zivilgesellschaft und die Bürger) aus. Ermöglicht wird die Tagung in Münster durch die Unterstützung einer Vielzahl deutscher Stiftungen. Kongresssprache ist Englisch.

Parallel zum Kongress gibt es Begleitprogramme für die interessierte Öffentlichkeit, unter anderem des Vereins "Aktive Bürgerschaft e. V.", den Annette Zimmer 1997 mitgegründet hatte. Die Veranstaltung "Bodenständig und weltoffen. Bürgerengagement und internationale Einflüsse" findet am 24. Juli in der Bezirksregierung Münster, Domplatz 1-3, statt.
http://www.istr.org/?Muenster